München - Es geht Schlag auf Schlag bei der Hertha: Nach der Entlassung von Trainer Markus Babbel am Sonntag steht schon am Mittwoch das Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Interimscoach Rainer Widmayer, Babbels ehemaliger Co-Trainer wird gegen den FCK die Verantwortung tragen.

Im zweiten frühen Spiel muss Mainz bei den Kieler "Störchen" bestehen (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Hertha BSC - 1. FC Kaiserslautern

Herthas Mannschaft ist zufrieden mit der Übergangslösung Widmayer: "In der Situation ist das die beste Entscheidung für die Mannschaft", sagte Vizekapitän Levan Kobiashvili. "Wenn wir das in Hoffenheim 90 Minuten ausblenden konnten, gelingt uns das gegen Kaiserslautern auch", meinte er. Die Abwehrsorgen der Hertha werden indes größer. Nach Andre Mijatovic (Innenbanddehnung im Sprunggelenk) fällt auch Christian Lell (Muskelfaserriss) aus. Kurios: Raffael, der in Hoffenheim vom Platz flog, fehlt auch im Pokal wegen einer Rotsper¬re - resultierend aus der Vorsaison. Hinter Roman Hubnik (Leistenprobleme) und Christian Lell (Muskelfaserriss) stehen Fragezeichen, Andre Mijatovic konnte zumindest schon wieder mit der Mannschaft trainieren, aber auch bei ihm entscheidet sich ein Einsatz erst kurzfristig.

"Die Zielsetzung ist klar, wir wollen weiterkommen und uns die Option Pokalfinale nicht verbauen", erklärte Marco Kurz. Wie in der vergangenen Saison will der Lauterer Chefcoach auch in dieser Spielzeit in das DFB-Pokal-Viertelfinale einziehen und nach dem 3:0-Erfolg beim BFC Dynamo den zweiten Sieg in der Hauptstadt feiern. Vor zwei Wochen in Berlin gab es ein Remis.

"Wir wissen, wie Hertha spielt und haben die Partie zusammen aufgearbeitet, um zu sehen, was gut war und was wir besser machen müssen, um am Mittwoch zu gewinnen", erklärte Kurz. Dabei steht erneut der gesamte Kader zur Verfügung. Der Trainerwechsel in Berlin spielt für den FCK Rolle: "Wir müssen uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren und das abrufen, was wir können", meinte auch Verteidiger und Ex-Berliner Rodnei.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Berlin: Kraft - Janker, Neumann, Hubnik, Kobiashvili - Ottl, Lustenberger - Ebert, Ramos, Rukavytsya - Lasogga

Kaiserslautern: Trapp - Dick, Abel, Rodnei, Bugera - Kirch, De Wit - Sahan, Tiffert, Fortounis - Kouemaha

Holstein Kiel - Mainz 05

Für Holstein Kiel ist es wohl das Spiel des Jahres, für Mainz 05 der Schlüssel zu einem positiven Jahresausklang einer zähen Hinrunde. Die jüngste Niederlage in Gladbach wirkte wie ein Abziehbild vieler Partien dieser Saison. Die Mainzer waren keineswegs schwächer, aber offensiv zu harmlos. Auch habe man der Mannschaft das Fehlen einiger Stammkräfte angemerkt.

"Dann ist es kein Wunder, dass die Sicherheit bei den Abläufen im Spiel etwas fehlt", sagte Trainer Thomas Tuchel. Durch die Verlet¬zung von Bo Svensson kehrt Mannschaftskapitän Nicolce Noveski (Foto) nach überstandener Oberschenkelverletzung zurück. Fraglich ist, ob Elkin Soto (Magen-Darm-Infekt, pausierte gegen Gladbach) rechtzeitig fit wird. Auch Florian Heller fehlt, er musste zuletzt wegen einer Oberschenkelverhärtung pausieren.

Für Kiel ist das Pokalspiel der Abschluss eines Top-Jahres: 22 Siege, sieben Unentschieden und sieben Niederlagen schafften die Kieler, dazu kommt der Gewinn des SHFV-Landespokals und die Pokalsiege über Cottbus und Duisburg. Und Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit kann mit den "Störchen" wohl mit sei¬ner Wunschformation antreten. Beim Tabellenzweiten der Regionalliga Nord ist lediglich Christian Jürgensen angeschlagen (Knöchel). Der Kapitän wird aber voraussicht¬lich auflaufen können.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Kiel: Jensen - Herrmann, Berzel, Jürgensen, Poggenberg - Müller, Kazior - Siedschlag, Chahed, Lindner - Heider

Mainz: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Fathi - Polanski, Kirchhoff, Caligiuri - Malli - Allagui, Ujah