Zusammenfassung

  • Zwischen Platz zwei und Rang sieben liegt aktuell nur ein Punkt.

  • Zehn Vereine kämpfen um den Europapokal-Einzug.

  • Im Rennen um den Klassenerhalt meldet sich sogar Köln zurück.

Köln – Schon ein kurzer Blick auf die Tabelle genügt, um festzustellen: Selten war die Konstellation in der Bundesliga so aufregend wie in dieser Saison. Hinter dem souveränen Tabellenführer FC Bayern München balgen sich gleich eine Vielzahl von Vereinen um die Plätze im Europapokal – und auch im Kampf um den Klassenerhalt ist noch alles offen.

An der Spitze der Tabelle streben die Bayern der sechsten Meisterschaft in Folge entgegen, in der Bundesliga-Geschichte hatte zuvor noch nie ein Tabellenführer nach 19 Spieltagen 16 Zähler Vorsprung auf den direkten Verfolger. Dabei profitiert der FCB auch von einem kuriosen "Fluch": Seit dem 10. Spieltag, als die Münchner durch einen 2:0-Sieg gegen RB Leipzig an die Tabellenspitze gesprungen sind, konnte kein Tabellenzweiter mehr eine Partie für sich entscheiden. In dieser Spielzeit gewann insgesamt noch kein Zweiter, der nicht FC Bayern hieß.

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Ebenso ein Kuriosum: Der Rückstand von Bayer 04 Leverkusen auf den Rekordmeister ist exakt so groß wie der Vorsprung der Werkself auf einen direkten Abstiegsplatz (16 Punkte). Das Rennen um die Plätze, die für den Europapokal berechtigen, ist derweil aufregender denn je: Leverkusen trennt als erster Bayern-Verfolger lediglich ein Zähler vom Siebten Eintracht Frankfurt. So gering war der Abstand zwischen den beiden Plätzen nach 19 Spieltagen nur in der Saison 1967/68.

Gleich zehn Teams dürfen sich noch berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel machen. Dazu zählen auch Vizemeister Leipzig (4. Platz, 31 Punkte), Borussia Mönchengladbach (5., 31) sowie die Revierrivalen FC Schalke 04 (3., 31) und Borussia Dortmund (6., 30). Mit dem FC Augsburg (8., 27 Zähler), der TSG 1899 Hoffenheim (9., 27) und Hannover 96 (10., allesamt 27) ist ein weiteres Trio noch mitten im Rennen um die begehrten Positionen. Selbst Hertha BSC auf Rang elf darf sich mit 25 Zählern noch leise Hoffnungen auf den Einzug ins europäische Geschäft machen.

Video: Der Kampf um den Europapokal

FC will drin bleiben

Auch im Kampf um den Klassenerhalt ist Spannung garantiert: Das zur Winterpause noch abgeschlagene Schlusslicht 1. FC Köln, als einziger Verein neben den Bayern mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet, hat dank des 2:0-Erfolgs beim Tabellenvorletzten Hamburger SV den Kontakt zum rettenden Ufer wiederhergestellt. Nur noch vier Punkte Abstand haben die Geißböcke auf den Relegationsrang, den aktuell der SV Werder Bremen innehat. Die Hanseaten haben ihrerseits lediglich vier Zähler Rückstand auf das Trio, das vor den Abstiegsplätzen steht: Der VfL Wolfsburg, der VfB Stuttgart und der 1. FSV Mainz 05 liegen mit jeweils 20 Zählern auf den Plätzen 13 bis 15.  Kurz davor rangiert noch der SC Freiburg, der sich ebenfalls noch nicht endgültig aus der gefährdeten Zone verabschiedet hat.

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