Verband: Real Federacion Espanola de Futbol

Gegründet: 1913

FIFA-Mitglied seit: 1904

Bisherige WM-Teilnahmen: 13

WM-Erfolge: 1x Weltmeister (2010), 1x Halbfinale (1950)

Geschichte des Fußballs in Spanien:

Ende des 19. Jahrhunderts brachten englische Seefahrer und spanische Studenten Fußball mit auf die iberische Halbinsel. Der erste Verein des Landes war Recreativo de Huelva und wurde im Dezember 1889 gegründet. Spanien gehörte zu den Gründungsmitgliedern der FIFA, wurde damals aber nicht durch einen nationalen Verband vertreten. Denn den gab es noch nicht (erst 1913 gegründet). Stattdessen gehörte der Madrid FC, das heutige Real Madrid, zum internationalen Verband. Das erste Länderspiel trugen die Spanier am 28. August 1920 aus. Dabei wurde Dänemark mit 1:0 besiegt. Die höchste Spielklasse in Spanien ist die Primera Division. Sie wurde 1929 gegründet und nur in der Zeit des Zweiten Weltkrieges ausgesetzt. Rekordmeister ist mit 32 Titeln Real Madrid. Dahinter folgen der FC Barcelona (22) und mit großem Abstand der amtierende Titelträger Atletico Madrid (zehn).

WM-Geschichte:

Spanien wurde 2010 Weltmeister

1934 erfolgte die erste von nun schon 14 WM-Teilnahmen Spaniens. Das Team schied im Viertelfinale aus. 1950 folgte ein 4. Platz. Doch während man in Europa den ersten großen Erfolg feiern konnte (Europameister 1964), wollte der große Wurf auf der WM-Bühne einfach nicht gelingen. Drei Viertelfinalteilnahmen (1986, 1994, 2002) waren das Höchste der Gefühle. Doch was sich bei der WM 2006 andeutete, wurde kurze Zeit später Wirklichkeit: Spanien übernahm das Zepter im Weltfußball. Und zwischen die EURO-Titel 2008 und 2012 passte wunderbar der WM-Gewinn 2010 in Südafrika. Keines der vergangenen 18 Spiele bei Welt- und Europameisterschaften verlor Spanien (15 Siege, drei Remis).

Star(s) und Trainer:

Ballbesitz ist das A und O des spanischen Spiels. Und dass der Ball läuft, liegt vor allem an den Mittelfeldmotoren Xavi, Andres Iniesta und Cesc Fabregas (alle FC Barcelona) und Xabi Alonso (Real Madrid). Im Sturm ist auf den zuletzt angeschlagenen Diego Costa (Atletico Madrid) und Fernando Torres (Chelsea) Verlass. Auch in der Abwehr geben sich die Stars die Klinke in die Hand: Man denke nur an Spieler wie Sergio Ramos (Real Madrid) oder Gerard Pique (Barcelona). Und im Tor gibt Iker Casillas (Real Madrid) der Mannschaft auch im hohen Alter jede Menge Sicherheit. Dieser Starauflauf wird von Vicente del Bosque zusammengehalten. Der Trainer, der Real Madrid zu zwei Meisterschaften und Champions-League-Siegen führte, ist seit 2008 Coach der "La Roja". Nahtlos knüpfte er an den Erfolg seines Vorgängers Luis Aragones an und wurde mit Spanien Welt- und Europameister (2010/12).

Spanien und die Bundesliga:

Aktuell spielen vier Spanier in der Bundesliga

Mit den Ausnahmevereinen FC Barcelona und Real Madrid in der Heimat gibt es nicht viele Spanier, die es ins Ausland zieht. Dennoch fanden einige von ihnen auch den Weg in die Bundesliga. So spielen aktuell vier Spanier in Deutschlands höchster Spielklasse: Javier Martinez, Thiago (beide Bayern), Joselu (Hoffenheim, Frankfurt, demnächst Hannover 96) sowie Alvaro Dominguez (Mönchengladbach). In der Saison 2012/13 kam Daniel Carvajal auf 32 Einsätze in Leverkusen, ehe er zu Real Madrid zurückkehrte. Ebenfalls in Leverkusen zuhause war in der abgelaufenen Saison Andres Palop. Der Ersatzkeeper beendete aktuell seine Karriere. Jose Manuel Jurado spielte ebenso wie Landsmann und Ikone Raul auf Schalke. Jaime Sanchez kam mit zwei anderen Spaniern 2002 nach Hannover und sicherte dem Aufsteiger den Klassenerhalt, ehe er nach einer Saison in die Heimat zurückging.