Gastgeber Südafrika ist Europameister Spanien, der mit dem 15. Sieg in Folge einen Weltrekord aufstellte, ins Halbfinale des Confed Cups gefolgt.

Im direkten Aufeinandertreffen zum Vorrundenabschluss in Bloemfontein siegte der Weltranglistenerste 2:0 (0:0) und wurde mit neun Punkten Vorrundensieger der Gruppe A. Trotz der Niederlage kamen "Bafana Bafana" (4 Zähler) weiter, da Asienmeister Irak im Ellis Park von Johannesburg über ein 0:0 gegen Ozeanien-Champion Neuseeland nicht hinauskam.

Villa zum dritten

In der Vorschlussrunde trifft die "Furia Roja" am Mittwoch (20:30 Uhr/live im DSF) in Bloemfontein auf den Zweiten der Gruppe B. Die Südafrikaner müssen sich am Donnerstag (20:30 Uhr/live im DSF) im Ellis Park von Johannesburg mit dem Sieger der Gruppe A, möglicherweise Rekordweltmeister Brasilien, messen.

Wegbereiter des spanischen Erfolgs war erneut EM-Torschützenkönig David Villa, der in der 52. Minute mit seinem dritten Turniertor das 1:0 erzielte. 30 Sekunden zuvor war er noch mit einem Foulelfmeter am südafrikanischen Torwart Itumeleng Khune (51.) gescheitert. Fernando Llorente (72.) sorgte für die Entscheidung.

Spanien ließ durch den 15. Sieg Brasilien, Frankreich und Australien (je 14 Erfolge) hinter sich. Außerdem gab es in Bloemfontein die 35. Begegnung ohne Niederlage seit dem 0:1 gegen Rumänien (16. November 2006). Damit wurde die Bestmarke Brasiliens zwischen 1993 und 1996 eingestellt, wenngleich die FIFA dabei ein verlorenes Elfmeterschießen der Selecao nicht als Niederlage gewertet hatte.

Irak zunächst spielbestimmend

Die Iraker kamen vor 23.295 Zuschauern im Ellis Park von Johannesburg über ein torloses Remis gegen Ozeanienmeister Neuseeland nicht hinaus. Nur ein klarer Sieg gegen die Neuseeländer hätte dem Irak bei gleichzeitiger Schützenhilfe von Europameister Spanien gegen Gastgeber Südafrika noch das Weiterkommen ermöglicht.

Die Mannschaft von Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic besaß in der Anfangsphase die klareren Chancen. Emad Mohamed mit einem Kopfball-Aufsetzer, der knapp über die Latte sprang, sorgte in der siebten Minute für die erste Chance. Die klarste Einschusschance hatte Younis Mahmoud vier Minuten später auf dem Fuß. Nach feinem Zuspiel von Emad Mohamed scheiterte er völlig freistehend aus zwölf Metern an Torwart Glen Moss.

Zwei Mal Abseits

Danach übernahmen aber die Neuseeländer das Kommando. Schon in den ersten 45 Minuten hätten sie eigentlich in Führung gehen müssen. Chris Killen (15./33./45.), Ben Sigmund (17.), der in Göppingen geborene Shane Smeltz (28./30.) und Simon Elliott (42.) waren allerdings im Abschluss nicht kaltblütig genug.

Im zweiten Durchgang machten die Iraker zwar wieder mehr Druck, allerdings blieben die Angriffsbemühungen zu harmlos. Zwei Treffern der Milutinovic-Mannschaft wurde im zweiten Durchgang zudem wegen Abseits die Anerkennung verweigert.