Belek - Werders Abwehrchef Naldo hat am Mittwoch das Training abbrechen müssen.

"Er hat Probleme an der Außenseite des linken Knies. Das ist eine neue Verletzung. Wir reden nicht über sein Knie, das ihn im letzten Jahr so zu schaffen machte. Wir werden das jetzt checken und weitere Untersuchungen vornehmen. Vielleicht geht es wieder, vielleicht fällt er ein paar Tage aus, wir werden sehen, was kommt", stellte Cheftrainer Thomas Schaaf zwar sachlich klar, aber seine Emotionen konnte er wie schon im Gespräch mit dem Brasilianer nicht verbergen. "Ich mache mir einfach Sorgen, dass so ein wichtiger Spieler gleich am ersten Tag ausfällt. Das ist für einen Trainer kein Grund zur Freude."

Hunt nicht im Trainingslager

Schaaf weiter: "In der Sache ist schon kräftig Dampf drin, wir sind unglücklich damit, wenn ich mir überlege, dass wir ohne ihn weiterarbeiten müssten. Wir haben zuletzt genügend Gegentore bekommen, die Abwehr ist da ein wichtiger Punkt, an dem wir arbeiten müssen und jeder weiß, was Naldo da nach seiner Rückkehr für uns bewegen konnte."

Der Werder-Coach musste wohl auch deshalb kräftig Dampf ablassen, da es für ihn innerhalb von 24 Stunden der zweite Leistungsträger wäre, den er aus seinem Arbeitskreis streichen muss. Erst spät am Dienstagabend hatte er Aaron Hunt in die Reha entlassen, nachdem sich der Mittelfeldspieler im Training beim "Acht-gegen-drei-Kicken" eine Adduktorenverletzung zugezogen hatte.

Das Trainingslager war danach für ihn kein Thema mehr. Felix Kroos durfte daraufhin die Sporttasche packen. "Ich habe gegen 20 Uhr erfahren, dass ich doch mitfahren kann und kurz mit den Zeugwarten Kontakt aufgenommen. Das ging alles ganz schnell. Aber da fragt man als Spieler nicht lange nach", verriet Kroos am Vormittag im Mannschaftsflieger.