München - Auch für Hannover 96 und den SC Freiburg ist am Sonntag um 14:30 Uhr die Sommerpause offiziell beendet: Die Niedersachsen gastieren in der 1. Runde des DFB-Pokals bei Anker Wismar, die Breisgauer reisen nach Unterhaching. Um die gleiche Zeit sind auch noch vier Zweitligisten im Einsatz - zwei sogar im direkten Duell. bundesliga.de hat die letzten Informationen vor den Spielen (ab 14:15 Uhr im Live-Ticker).

FC Anker Wismar - Hannover 96

Mit einem Sieg möchte das Team von Trainer Mirko Slomka am Sonntag in Lübeck gegen den Oberligisten FC Anker Wismar in die 2. Runde des DFB-Pokals einziehen. Alles andere, so die einhellige Meinung bei Mannschaft und Coach, wäre völlig unakzeptabel. Drei Jahre ist es nun schon her, dass die "Roten" zuletzt in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen sind. In der vergangenen beiden Spielzeiten schieden die 96er bei den Regionalligisten Eintracht Trier und SV 07 Elversberg aus. Mit der besten Saison der Vereinsgeschichte im Rücken will man nun jedoch deutlich länger um die begehrte Trophäe mitspielen.

Verzichten muss das Team dabei auf Top-Torjäger Didier Ya Konan, der sich nach einem Muskelfaserriss noch im Aufbautraining befindet. Mit dabei ist dafür Christian Schulz, der am Freitagvormittag wegen einer muskulären Blockade im Training kürzer treten musste. Der Defensivspezialist weiß um die Bedeutung und die Möglichkeiten des Wettbewerbs: "Der DFB-Pokal ist der kürzeste Weg nach Europa, deswegen muss man auch schon die kleineren Gegner sehr ernst nehmen."


SpVgg Unterhaching - Sport-Club Freiburg

Im Generali-Sportpark tritt der SC Freiburg in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde beim Drittligisten SpVgg Unterhaching an. "Die Vorfreude ist groß, die Anspannung steigt und natürlich wollen wir mit einer konzentrierten Leistung die nächste Runde erreichen", sagt Marcus Sorg vor seinem ersten Pflichtspiel als Chefcoach der Breisgauer. Verzichten muss der 45-Jährige dabei noch auf Jan Rosenthal (Aufbautraining) und Kisho Yano (Knieprobleme).

"Es gibt, wie immer vor dem ersten Pflichtspiel und nach einer langen Vorbereitung, gewisse Unbekannte. Aber das ist normal. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung richtig gut mitgearbeitet, auch in den unangenehmen Trainingseinheiten. Wir als Trainerteam sind mit der Vorbereitung sehr zufrieden und jetzt freuen wir uns auf das erste Spiel, in dem es um etwas geht", so Sorg weiter.


Eimsbütteler TV - SpVgg Greuther Fürth

In der ersten Runde des DFB-Pokal-Wettbewerbs ist die SpVgg Greuther Fürth zu Gast beim Eimsbütteler TV in Hamburg. "Kleeblatt"-Trainer Mike Büskens nimmt das Spiel so ernst wie eine Zweitliga-Begegnung und hat den Gegner aus der Landesliga sogar beobachten lassen: "Das ist für uns eine ganz normale und gewissenhafte Spielvorbereitung. Paul Hesselbach war bei einem Spiel vor Ort und seine Erkenntnisse werden wir an die Spieler weitergeben. Meine Mannschaft weiß also, mit wem sie es zu tun bekommt."

Demnach wird nichts dem Zufall überlassen und die Zielsetzung klar formuliert: "Wir sind der klare Favorit, wir nehmen diese Rolle an. Ich erwarte, dass wir vom ersten Augenblick an zeigen, dass wir das Ding für uns entscheiden wollen."

Die Aufstellung wollte sich der 43-Jährige noch nicht entlocken lassen: "Es kann sein, dass wir auf zwei oder drei Positionen etwas verändern. Das hat aber nichts mit dem Gegner zu tun. Einige Spieler drängen sich in den Trainingseinheiten auf", sagte Büskens. Zudem müsse man abwarten, wie sich beispielsweise Stephan Schröck fühlt, wenn er nach der Länderspiel-Reise von den Philippinen zurückkehrt. Felix Klaus konnte nach Adduktorenproblemen zuletzt wieder am Mannschaftstraining teilnehmen und wird im Kader stehen.


Karlsruher SC - Alemannia Aachen

Unter ungewohnten Vorzeichen geht der Karlsruher SC am Sonntag in die DFB-Pokalpartie gegen Alemannia Aachen, denn erstmals seit zehn Jahren trägt der Verein seine Erstrundenbegegnung wieder zuhause aus. Für die Badener wäre ein Weiterkommen schon alleine aus finanziellen Gründen wichtig. Doch auch sportlich bietet die Partie einen großen Reiz, denn immerhin geht es gegen einen Ligakonkurrenten.

Dass der Pokalfinalist des Jahres 2004 mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, ficht KSC-Cheftrainer Rainer Scharinger unterdessen nicht sonderlich an. "Wir gehen in ein Duell auf Augenhöhe", sagte der 44-jährige am Freitag. Patrick Milchraum ist nach seiner Adduktorenverletzung wieder voll in den Übungsbetrieb eingestiegen. Der Außenverteidiger könnte beim Duell gegen seinen Ex-Club eine Alternative für die Startelf sein, gleiches gilt für Innenverteidiger Giuseppe Aquaro.

Bei den Kaiserstädtern wird Neuzugang Anouar Hadouir im Wildparkstadion schon auf der Bank sitzen. Ehe es für einen Einsatz von Beginn an reicht, muss der Spielmacher aber noch seinen Trainingsrückstand aufholen. "Es ist halt ein Unterschied, ob man individuell oder mit der Mannschaft trainiert", sagt der Neuzugang. Egal ob mit oder ohne Hadouir - das Team macht trotz des Fehlstarts in die Liga einen guten Eindruck. "Wir werden in dieser Saison vielleicht noch mal irgendwann zwei Spiele am Stück verlieren, aber wir werden auch mal vier Siege hintereinander feiern. Es hilft niemandem, wenn wir jetzt anfangen, uns zu viele Gedanken zu machen", sagt Mittelfeldspieler Bas Sibum.


FC Oberneuland - FC Ingolstadt 04

Vor dem Auftritt des FC Ingolstadt beim FC Oberneuland will Cheftrainer Benno Möhlmann nichts von einer klaren Rollenverteilung wissen. "Wichtig ist, dass wir uns von dieser Favoritenrolle lösen. Wir sind längst nicht dort, wo wir in der Rückrunde 2011 aufgehört haben und müssen weiter daran arbeiten, dorthin zu kommen." Die Prognose für die Aufgabe in Bremen fällt gewohnt realistisch aus: "Wenn wir von Anfang an aggressiv zu Werke gehen und unser Spiel durchsetzen, wird der Klassenunterschied zu sehen sein. Wenn nicht, hat der FC Oberneuland die Qualität, uns das Spiel sehr schwer zu machen."

Zumal Möhlmann auch auf ein paar Umstellungen angewiesen sein könnte: Der Brasilianer Caiuby musste einige Trainingseinheiten aussetzen, am Donnerstag brachen zudem Andreas Görlitz (Oberschenkelprobleme) und Andreas Buchner (Probleme mit der Bauchmuskulatur) die Einheit ab. Bei den beiden letzteren Kandidaten steht ein Einsatz derzeit also auf der Kippe. Ein großes Fragezeichen steht zudem auch hinter Ramazan Özcan. Der österreichische Keeper war am Mittwoch auf das Knie geknallt und klagte über starke Schmerzen. Eine genauere Diagnose steht aus, jedoch herrscht beim Trainer Optimismus: "Ich denke nicht, dass es etwas gröberes ist, aber wir wollen kein Risiko eingehen."