Köln - Zwei Spiele stehen in der Bundesliga noch an. Und aktuell machen sich noch sieben Clubs Hoffnung, in der kommenden Saison in der Europa League zu spielen. Dabei sind die Chancen ab dieser Spielzeit besonders groß. Denn möglicherweise wird auch der Bundesliga-Siebte international starten dürfen.

Die Regelung ist seit Jahren klar: Die ersten Drei der Tabelle gehen in die Champions League, der Vierte in die CL-Quali, Platz fünf und sechs spielen Europa League. Außerdem darf der DFB-Pokalsieger in der Europa League starten. Das bleibt auch so.

Pokalfinalist nicht mehr in Europa League

Doch bis zur vergangenen Saison durfte auch der Verlierer des Pokalfinales an der Qualifikation zur Europa League teilnehmen, wenn der Pokalsieger bereits über die Bundesliga einen Start- oder Qualifikationsplatz zur Champions League ergattert hatte. Zuletzt profitierte der VfB Stuttgart 2013 (trotz Platz 12 in der Bundesliga) von dieser Regelung, nachdem die Schwaben im Finale 2:3 gegen den Deutschen Meister FC Bayern München verloren hatten.

Ab dieser Saison spielt, laut einer neuen Regelung durch die UEFA, der Pokalfinalist jedoch nicht mehr in Europa - außer er hat sich dafür über die Bundesliga qualifiziert. Stattdessen rückt der Tabellensiebte der Bundesliga nach.

Im DFB-Pokalfinale am 30. Mai stehen sich Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg gegenüber. Wolfsburg ist bereits sicher für die Champions League qualifiziert. Gewinnen die Niedersachsen also in Berlin, spielt der Siebte der Bundesliga in der kommenden Saison automatisch international.

Alles hängt von Dortmund ab

Dortmund hat mit dem Erreichen des 7. Tabellenplatzes das Ticket für Europa damit bereits am 34. Spieltag sicher: Entweder gewinnen die Schwarz-Gelben den Pokal oder sie rücken als Siebter nach.

Kommt Dortmund am Ende der Saison aber noch unter die Top-6 und qualifiziert sich damit automatisch für die Europa League, darf der Siebte bereits am 34. Spieltag jubeln. Dann haben beide Pokalfinalisten ihr internationales Ticket über die Bundesliga gelöst. Anders sieht es aus, wenn der BVB am Ende maximal den 8. Platz erreicht. Dann müsste der Siebte auf einen Pokalsieg der Wölfe hoffen.

Definitiv kein achter Startplatz

Rein theoretisch wäre in dieser Saison sogar ein achter Startplatz für einen deutschen Club in Europa möglich gewesen. Denn sowohl der Champions-League-Sieger als neuerdings auch der Europa-League-Sieger dürfen in der folgenden Saison automatisch an der Champions League teilnehmen. Auch wenn sie sich über ihre Liga nicht für einen Platz in Europa qualifiziert haben. In letzterem Fall bekommt das Land einen zusätzlichen Startplatz in Europa.

Da in dieser Saison aber keine deutsche Mannschaft mehr die Europa League oder Champions League gewinnen kann, wird es definitiv keinen achten Startplatz geben.

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