Zusammenfassung

  • Heynckes setzt auf bekannte Spieler

  • Martinez rückt wieder ins defensive Mittelfeld

  • Der neue Trainer vertraut dem bewährten 4-2-3-1-System

Köln - Jupp Heynckes ist wieder da. Und ein bisschen ist es für den Triple-Trainer, als wäre er kaum weggewesen. Denn was der Rückkehrer aus dem Ruhestand beim FC Bayern München vorfindet, entspricht doch noch deutlich den Gegebenheiten, die er im Sommer 2013 an der Säbener Straße nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte zurückgelassen hat: Neun Spieler aus dem aktuellen Kader standen auch damals beim FCB unter Vertrag. Diese sind es auch, auf die der 67-Jährige jetzt verstärkt setzen dürfte.

Manuel Neuer, Tom Starke, Javi Martinez, Jerome Boateng, David Alaba, Rafinha, Franck Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller - sie alle haben bereits unter Heynckes bei den Bayern gespielt. Am Samstag, 15.30 Uhr, empfangen die Münchner den SC Freiburg. Mit Ausnahme von Neuer (Mittelfußbruch) und Ribery (Außenbandriss im Knie), die verletzt ausfallen und Starke, der nur auf Grund von Neuers Verletzung als dritter Torhüter zurück in den Kader gekommen ist, dürfen sich die o.g. berechtigte Hoffnungen machen, dass sie gegen den Sport-Club von Beginn an in der Startelf auflaufen.

Sie sind die Spieler, die Heynckes kennt und bei denen er weiß, dass er sich zu 100 Prozent auf sie verlassen kann. Sie werden für ihren alten neuen Trainer an die Schmerzgrenze gehen, das haben sie schon einmal bewiesen, als die Bayern unter ihm in der Saison 2012/13 Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger und Champions-League-Sieger wurden.

Martinez wieder im Mittelfeld?

Und genau diese Einstellung brauchen die Münchner jetzt. Nachdem Ex-Trainer Carlo Ancelotti in den ersten Spielen viel rotiert hat, muss der neue Coach schnellstmöglich Kontinuität reinbringen. Denn auch wenn der Kader des FC Bayern mit Stars und hochklassigen Einzelspielern gespickt ist, auch die müssen sich aufeinander einstellen, wenn sie perfekt als Mannschaft harmonieren und erfolgreich spielen wollen.

4-2-3-1-System hat sich bewährt

Die Grafik ganz oben zeigt eine mögliche Aufstellung des FCB am Samstag gegen Freiburg. Heynckes setzt auf das altbewährte 4-2-3-1-System, in dem die beiden wiedergenesenen Alaba und Boateng neben Weltmeister Mats Hummels und dem derzeit hervorragend aufgelegten Joshua Kimmich die Viererkette stabilisieren werden. Ein wichtiger Spieler für Heynckes ist außerdem Martinez, der, wie bereits im letzten Spiel unter Willy Sagnol, wahrscheinlich ins defensive Mittelfeld zurückkehrt, wo er wohl Neuzugang Sebastian Rudy verdrängt. Offensiv werden Robben und Müller feste Größen sein und Lewandowski im Sturmzentrum unterstützen.

Die Spieler freuen sich auf Heynckes, der in ihren Augen der richtige Trainer aktuell ist. "Eine bessere Lösung gibt es nicht. Er kennt den Verein und die Spieler in- und auswendig", sagte Weltmeister Boateng. Heynckes sei, so der Abwehrspieler, "ein ganz großer Trainer mit viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung". Beides wird er bereits am Samstag einfließen lassen.

Video: Jupp Heynckes und die Super-Bayern