Zusammenfassung

  • Die DFL ließ eine eigene Software zur Erstellung individueller Spielpläne erstellen
  • In die Vorbereitung der Spielpläne für die Bundesliga und die 2. Bundesliga fließen Vorgaben
  • Die genauen Ansetzungen folgen erst im Laufe der Saison

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Frankfurt am Main – So nüchtern und einfach sich das Programm auch liest: Die Erstellung des Spielplans ist ein äußerst komplexer und zeitintensiver Vorgang.

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Vor einigen Jahren wurde der Spielplan noch manuell nach dem sogenannten englischen Schlüssel erstellt. Jedem Club wurde eine Zahl zwischen 1 und 18 zugeordnet und in ein vorgegebenes Schema eingepasst. Daraus ergaben sich dann automatisch die Begegnungen. Individuelle Anpassungen außerhalb des Schemas waren nicht möglich. Um das starre System des englischen Schlüssels aufzubrechen, ließ die DFL eine eigene Software entwickeln, mit deren Hilfe die Erstellung individueller Spielpläne unterstützt wird.

Viele Vorgaben

In die Vorbereitung der Spielpläne für die Bundesliga und die 2. Bundesliga fließen Vorgaben von Kommunen, Sicherheitsorganen, der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), von internationalen Fußballverbänden (FIFA/UEFA), von Fans, Clubs und Stadionbetreibern ein. Neben naheliegenden Einschränkungen wie der Tatsache, dass benachbarte Clubs versetzt zu ihren Heimspielen antreten sollten, müssen u. a. auch Feiertage, parallele Großveranstaltungen oder Spieltermine internationaler Wettbewerbe berücksichtigt werden.

Planungen beginnen im Frühjahr

Ohne technische Unterstützung ließen sich die zahlreichen Variablen kaum verarbeiten. Doch ein Selbstläufer ist die Spielplanerstellung deshalb noch lange nicht. Immer wieder sind von den Verantwortlichen verschiedene Konstellationen und Interessen gegeneinander abzuwägen oder in Einklang zu bringen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Der Faktor Mensch bleibt also auch im Zeitalter der Technologie und Digitalisierung unverzichtbar. Bereits im Frühjahr starten die Planungen für die kommende Saison. Doch erst, wenn die Auf- und Absteiger feststehen, kann die heiße Phase beginnen.

Hunderte von Optionen werden geprüft und verworfen, bis am Ende die Verständigung auf einen Spielplan erfolgt. Bevor die eigentlichen Begegnungen zugeteilt werden, wird zunächst für jeden Club ein Muster an Heim- und Auswärtsspielen bestimmt.

Genaue Ansetzungen erst im Laufe der Saison

Mit der Bekanntgabe des Spielplans ist die Arbeit aber noch lange nicht getan. Der Spielplan liefert nur die Rahmendaten zu den einzelnen Spieltagen, also welche Clubs an welchem Spieltag aufeinandertreffen. Die genauen Spieltage und Anstoßzeiten müssen im Laufe der Saison individuell festgelegt werden. Auch hier wird versucht, möglichst vielen Erfordernissen und Bedürfnissen gerecht zu werden.

Die internationalen Wettbewerbe sind der Hauptgrund dafür, dass die termingenauen Ansetzungen erst im Laufe der Saison festgelegt werden können. Um den international agierenden Teams notwendige Regenerationspausen ermöglichen zu können, kann die Terminierung eines Bundesliga-Spieltags erst erfolgen, wenn feststeht, welcher Club an welchem Termin auf internationalem Parkett spielt.