München - Der SC Freiburg bezwingt am Sonntagnachmittag den FC Augsburg mit 2:0. Für SC-Trainer Christian Streich war es ein eher glücklicher Sieg. FCA-Coach Markus Weinzierl haderte derweil mit den vielen vergebenen Chancen seines Teams. Ähnliches hatten später auch die Trainer des Hamburger SV und des VfL Wolfsburg zu bemängeln. bundesliga.de präsentiert die Trainerstimmen des 32. Spieltags.

SC Freiburg - FC Augsburg 2:0

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): "So ein Spiel haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Augsburg hat viele Chancen vergeben. Wenn man nach so einem guten Spiel verliert, ist das hart. Sie zählen in der Rückrunde zu den sechs besten Mannschaften.

Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Wir müssen in Führung gehen. Es wird bis zum letzten Spieltag spannend bleiben."


Hamburger SV - VfL Wolfsburg 1:1

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): "Die Mannschaft hat gefightet. Mit der Einstellung war ich sehr zufrieden, so dass wir erhobenen Hauptes aus dem Spiel gehen können. Wir spielen eine gute Saison und stehen immer noch vor den Wolfsburgern, die eigentlich den besseren Kader haben. Das ist nicht irgendeine Mannschaft. Wir versuchen jetzt, in den letzten beiden Spielen noch mal alles möglich zu machen."

Trainer Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Das war in der ersten Halbzeit viel zu wenig. Das Gegentor war noch der richtige Weckruf für die Halbzeitansprache. Danach haben wir den HSV an die Wand gespielt, besser kann man das kaum noch machen. Leider haben wir unsere Chancen nicht gemacht. Das war ärgerlich. Aufgrund der ersten Halbzeit muss ich mit dem Punkt aber leben. Die Mannschaft ist sehr stabil, schwer zu spielen - und wenn sie noch die Flüchtigkeitsfehler weglässt ... Sie spielt eine sehr ordentliche Rückrunde."


Borussia Dortmund - FC Bayern 1:1

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Ich bin zufrieden. Natürlich hätten wir gerne gewonnen und hatten auch die ein oder andere Großchance. Wir haben super angefangen, dann musste Gündogan raus. Da gab es einen kleinen Bruch. Dieses Spiel hatte Pfeffer. Keiner wollte sich verdächtig machen, dass es ein Freundschaftsspiel wird. Das haben wir gut hingekriegt. Natürlich nimmt man immer etwas aus einem solchen Spiel mit."

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): "Nach den Ereignissen der vergangenen Woche war es nicht leicht, zur Tagesordnung überzugehen. Es war ein intensives Spiel. Großes Lob für meine Mannschaft, die kämpferisch überragend agiert hat, auch mit zehn Spielern, und deshalb den Punkt verdient hat."


Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 2:2

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu weit hinten reindrängen lassen und sind dafür mit zwei Gegentoren bestraft worden. Schade, dass wir es verpasst haben, rechtzeitig das dritte Tor zu erzielen."

Trainer Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Nach dem schnellen Rückstand war es unglaublich schwer, wieder in die Partie hineinzukommen. In der zweiten Halbzeit haben wir gute fußballerische Lösungen gefunden. Das hat mich sehr gefreut, auch weil wir für diese Spielweise am Ende auch belohnt worden sind."


Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf 3:1

Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und zahlreiche Chancen herausgespielt. Durch den Anschlusstreffer war es noch einmal wackelig, und wir sind froh, dass Alex das 3:1 gemacht hat, und dass wir noch im Rennen um die Europapokal-Plätze sind."

Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): "Glückwunsch an die Eintracht. Der Sieg war verdient. Wir hatten zu Beginn Abstimmungsschwierigkeiten und konnten froh sein, nicht noch früher in Rückstand geraten zu sein. Beim 3:1 hat man die Klasse von Alex Meier gesehen. Für uns geht es darum, uns in den nächsten beiden Spielen so zu straffen, dass wir noch möglich machen können, was wir uns vorgenommen haben."


Hannover 96 - FSV Mainz 05 2:2

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Wir waren in der Defensive nicht stark genug, um den Mainzern Chancen zu verwehren. Beide Gegentore waren schon schwere individuelle Fehler. Wir haben uns nach der Führung gut gewehrt, aber gegen dann konzentriert spielende Mainzer das Tor hergeben müssen."

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): "Wir wollten defensiv gut stehen und schnell umschalten. Ich finde, dass wir das ganz ordentlich gemacht haben. Wir sind verdient in Führung gegangen und hätten dann sicher giftiger und konsequenter umschalten können. Wir hatten bei dem Rückstand eine Fehlerkette, die so nicht geht."


1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen 0:2

Trainer Michael Wiesinger (1. FC Nürnberg): "In der ersten Halbzeit hat Leverkusen das Spiel diktiert, wir haben nur reagiert. Da hat der Mannschaft der letzte Mut gefehlt. Das Gegentor war ein kleiner Weckruf. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft mehr an sich geglaubt, das 1:1 lag in der Luft. Dann bekommst du diesen Genickschlag. Wir haben es versäumt, Tore zu machen. Leverkusen war immer in der Lage, das Spiel zu kontrollieren, deshalb geht der Sieg in Ordnung."

Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen): "Die ersten 30, 35 Minuten waren von uns richtig stark. Wir haben sehr kompakt gespielt, waren im Mittelfeld energisch, zweikampfstark und haben schnell umgeschaltet. Es wurde dann nach der Pause etwas weniger, Nürnberg konnte dadurch die Partie offener gestalten. Wir haben die Räume nicht mehr gut ausgespielt. Da hätte das Spiel auch kippen können."


VfB Stuttgart - SpVgg Greuther Fürth 0:2

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Wir sind das Spiel optimal angegangen, hatten sehr viele Balleroberungen und haben Fürth kaum Raum zum Atmen gelassen. Leider haben wir das Manko, dass wir bei unseren Möglichkeiten nicht klar genug sind, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Vor dem 1:0 müssen wir einen klaren Elfmeter bekommen, das war eine klare Fehlentscheidung und das weiß der Schiedsrichter auch."

Trainer Frank Kramer (SpVgg Greuther Fürth): "In der ersten Halbzeit waren wir chancenlos. Wir haben überhaupt keinen Zugang zum Spiel bekommen, Stuttgart war total dominant. Wir haben den Mut vermissen lassen, in die Zweikämpfe zu gehen und aufs Tor. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und müssen das Spiel früher entscheiden. Insgesamt ist der Sieg glücklich."


Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 0:1

Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben einen großen Teil des Spiels gemacht und hatten auch Torchancen. Aber wir wollten unbedingt das Tor machen und waren zu ungeduldig. Das ist tödlich gegen eine solche Mannschaft. Der Treffer war für mich korrekt und kein Abseits."

Jens Keller (Schalke 04): "Beide Mannschaften haben sich neutralisiert, es gab nur wenige Aktionen vor dem Tor. Unter dem Strich haben wir das glückliche 1:0 gemacht. Aber so wie das Spiel gelaufen ist, wäre es eine Punkteteilung korrekt gewesen."