München - Hamburg bejubelt einen Last-Minute-Sieg in Köln. Augsburg und Nürnberg liefern sich ein in der Schlussphase packendes Duell - letztlich ohne Sieger. Gladbach setzt seinen beeindruckenden Lauf auch im Verfolgerduell gegen Schalke fort. Hertha BSC kommt beim VfB Stuttgart unter die Räder. bundesliga.de präsentiert die Trainerstimmen.

1. FC Köln - Hamburger SV 0:1 (0:0)

Trainer Stale Solbakken (1. FC Köln): Beide Mannschaften hätten gewinnen können. Anfang der 2. Halbzeit waren wir eigentlich die bessere Mannschaft, dann haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Hamburg. Leider hatten viele meiner Spieler nicht ihren besten Tag.

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie diesen Sieg unbedingt wollte, die Jungs haben bis zum Schluss dafür gekämpft. Insgesamt ist der Erfolg auch verdient. Mit diesem Erfolg sind wir erstmal ein Stück von den unteren Tabellenplätzen weg. Die Mannschaft hat sich belohnt. Aber wir wissen, dass wir noch nicht alle Sorgen los sind.


FC Augsburg - 1. FC Nürnberg 0:0

Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg): Wir kommen nur mit Siegen weiter. Wenn man da unten steht, braucht man drei Punkte. Aber ich kann nicht wirklich unzufrieden sein.

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Wir haben erst in der zweiten Halbzeit das Spiel angenommen. Hinten heraus hätten wir sogar gewinnen müssen.


Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 3:0 (3:0)

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Alles lief heute für uns. Der Sieg war klar verdient. Wir haben sehr früh geführt. Sowohl das 1:0 als auch das 2:0 waren fantastisch herausgespielt. Das hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Danach haben wir weiter nach vorne gespielt und hatten auch einige Chancen, aber leider hat es nicht mehr zu einem vierten Tor gereicht. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft.

Trainer Huub Stevens (Schalke 04): Uns ist heute gar nichts gelungen. Wir werden darüber sprechen. Wenn einige über den Platz laufen wie heute, dann sind sie es nicht wert, für Schalke zu spielen.


VfB Stuttgart - Hertha BSC 5:0 (4:0)

Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Das war die Antwort, die wir den Zuschauern geschuldet haben. Wir haben Hertha BSC keine Chance gelassen. Da hat einiges gepasst. Vom Druck für die Mannschaft ist etwas runtergegangen. Sie hat sich etwas frei gespielt.

Michael Skibbe (Hertha BSC): Ich bin schrecklich enttäuscht von der Vorstellung, die wir abgeliefert haben. Nach dem 0:1 haben wir uns bis zur Halbzeit nicht mehr gewehrt und uns ergeben. Das war eine absolute Katastrophe. Aber wir werden noch unsere Punkte holen, sodass wir am Ende über dem Strich stehen.


FC Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (2:0)

Jupp Heynckes (Bayern München): Wir haben den Aufwärtstrend von Stuttgart überzeugend bestätigt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit fünf hochkarätige Chancen und hätten das Ergebnis noch höher schrauben können. Mit meiner Defensive war ich wieder sehr zufrieden. Wir haben nichts zugelassen, das ist wichtig. Denn mit einer guten Abwehr gewinnt man Titel. Arjen Robben war hochmotiviert und hat sich nahtlos eingefügt. Das war sehr positiv, habe ich aber von ihm auch erwartet.

Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Das frühe Gegentor war Gift für uns. Wir waren zu vorsichtig, uns hat die Entschlossenheit gefehlt. Kevin Trapp hat in der zweiten Halbzeit einige gute Paraden gezeigt, sonst wäre das Ergebnis höher ausgefallen. Unter dem Strich waren wir chancenlos.


Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Leverkusen war gut organisiert und hoch motiviert. Trotzdem haben wir ein richtig gutes Heimspiel gegen einen Gegner gemacht, der gut verteidigen kann. Ich bin mit dem Spiel völlig zufrieden, weil ich wusste, dass es sehr schwer wird.

Robin Dutt (Bayer Leverkusen): Das Spiel hat mit viel Tempo angefangen, und Dortmund hat viel Druck gemacht. In der ersten Halbzeit haben wir geschickt verteidigt und mussten nach dem Wechsel das Risiko erhöhen. Es bestand die Gefahr, in Konter rein zulaufen.


SV Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben viel Aufwand betrieben, aber auch wieder viele Fehler gemacht. Insofern hat sich der Trend der Rückrunde fortgesetzt. Am Ende war das 1:1 mehr als verdient. In Zukunft brauchen wir mehr Klarheit in unseren Aktionen.

Markus Babbel (1899 Hoffenheim): Großes Kompliment an meine Truppe! Sie hat sich nach nur einer Trainingseinheit gut auf das neue Trainerteam eingestellt. Leider hat sie sich für ihren Aufwand nicht belohnt, aber 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis. Wir sind über lange Zeit sicher auf dem Platz gewesen und haben uns gut präsentiert.


1. FSV Mainz 05 - Hannover 96 1:1 (1:0)

Thomas Tuchel (Mainz 05): Wir hatten in der ersten Hälfte Probleme, kompakt zu verteidigen. Trotzdem haben wir es geschafft, in Führung zu gehen und zu bleiben. Ausgerechnet in einer Phase, in der wir kaum noch gefährliche Chancen zugelassen haben, fällt dann doch noch der Ausgleich. Unter dem Strich ist das Ergebnis dennoch gerecht.

Mirko Slomka (Hannover 96): Wenn man so spät das Tor zum Ausgleich macht, ist es immer ein Stück weit glücklich. Insgesamt haben wir aber ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Es war sehr viel los auf dem Platz, das Spiel wurde sehr leidenschaftlich geführt. Ich bin zufrieden mit unserem Auftritt und dem Ergebnis.


VfL Wolfsburg - SC Freiburg 3:2 (2:2)

Felix Magath (VfL Wolfsburg): Es ist schlimmer geworden als gedacht. Dass wir relativ viele Tore schießen, ist gut. Ich dachte, die würden Sicherheit geben. Aber was heute bei dem einen oder anderen los war, kann ich nicht erklären. Vielleicht standen sie zu sehr unter Druck, weil wir morgen Fanclubs besuchen. Wenn wir über die reden, die gut gespielt haben, sind wir schneller fertig. Es ist nicht verständlich, dass alte Hasen heute von der Rolle waren.

Christian Streich (SC Freiburg): Es kann gut sein, dass etwas Nervösität mit im Spiel war am Anfang. Und wenn du dann schnell in Rückstand gerätst, trägt das nicht zur Sicherheit bei.