München - Drei Kellerduelle läuten in der Bundesliga am 27. Spieltag die Wochen der Wahrheit ein. "Es wird noch extremer als an anderen Spieltagen Gewinner und Verlierer geben", sagte Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach. Schließlich treffen die Mannschaften auf den Tabellenplätzen 13 bis 18 direkt aufeinander.

Für das Schlusslicht Mönchengladbach ist das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitag (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) angesichts von fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wohl schon die letzte Chance, den dritten Abstieg der Clubgeschichte zu verhindern.

Auch die Konkurrenz punktet

Mit dem neuen Trainer Lucien Favre ist die Hoffnung zum fünfmaligen Deutschen Meister Mönchengladbach (23 Punkte)zurückgekehrt. Mit 13 Punkten aus neun Spielen liegt die Borussia sogar auf Platz 8 der Rückrundentabelle. Das Problem: Die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet fleißig mit. 31 Zähler wie in der Saison 2008/09 werden in diesem Jahr nicht für den Klassenerhalt reichen.

Daher kommt dem Spiel gegen Kaiserslautern (28) eine vorentscheidende Bedeutung zu. "Sie könnten hier mit einem Punkt gut leben, das macht die Sache für uns sicher nicht leichter", sagte Favre und forderte seine Mannschaft auf, nicht kopflos in das wichtige Duell zu gehen: "Kaiserslautern kontert sehr gefährlich, deswegen müssen wir die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive finden."

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Zuversicht bei Lautern

Bei den Pfälzern ist nach acht Spielen ohne Sieg mit dem Last-Minute-Erfolg gegen den SC Freiburg (2:1) das Selbstvertrauen wieder da. "Die letzten Spiele waren ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Ruder herumreißen werden", sagte Torhüter Tobias Sippel.

Auch bei den Lauterern ist man sich der Wichtigkeit des Spiels bewusst, deshalb gönnte Coach Marco Kurz seinen Spielern in dieser Woche auch keinen freien Tag. Direkt nach dem Sieg gegen Freiburg wurde die Vorbereitung auf das Spiel im Borussia-Park eingeleitet. Die am vergangenen Spieltag fehlenden Srdjan Lakic und Tobias Sippel mussten allerdings auch in der laufenden Trainingswoche noch etwas kürzer treten.