München - Wenn Hannover 96 und der SC Freiburg am späten Sonntagnachmittag (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) den 32. Spieltag beschließen, dann treffen zwei Clubs aufeinander, die derzeit jeweils einen beeindruckenden Lauf vorweisen können.

Die 96er sind in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen, die Breisgauer haben unter Trainer Christian Streich keines der letzten acht Spiele verloren. Im Duell am Sonntag geht es für die Niedersachsen allerdings noch um die Europa League, Freiburg kann sich mit einem Punktgewinn endgültig aller Abstiegssorgen entledigen.

96 ist bereit für den Endspurt



Den Abstieg mussten die "Roten" aus Hannover diese Saison nicht befürchten, vielmehr überzeugten sie auf der internationalen Bühne. Und dort, wo sie gegen Atletico Madrid in dieser Saison aufhören mussten, möchte das Team um Trainer Mirko Slomka in der kommenden Saison natürlich weitermachen. An dieser Stelle ist wieder der geringe Punkteunterschied der 96er zu den Teams aus Stuttgart, Leverkusen, Bremen, Hoffenheim und Wolfsburg zu bedenken, da es im Fernduell um Europa immer noch so eng zugeht wie die Spieltage zuvor.

Slomka sieht dennoch einen kleinen Trend: "Stuttgart wird seinen Platz 5 nicht mehr so leicht hergeben und auch die Leverkusener sind sehr stark." Letztere können die "Roten" aus eigener Kraft in der nächste Woche überholen - dafür dürfen sie aber gegen Freiburg keine Punkte liegenlassen. "Unser großer Wunsch ist es, in Europa wieder dabei zu sein. Dafür müssen wir unsere Gegner jetzt auf Abstand halten und punkten", erklärt der Trainer.

Rechtzeitig zum Spiel gegen den SC Freiburg ist der 96-Kader wieder nahezu komplett. Lars Stindl (Adduktorenprobleme) und Mohammed Abdellaoue (Innenbandverletzung) kehrten bereits am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück, zuvor hatten sich Mario Eggimann (muskuläre Probleme) und Sergio Pinto (Knieprellung) zurückgemeldet. Damit fehlt dem Coach gegen die Gäste aus dem Breisgau nur Sergio Pinto und Stürmer Mame Diouf.

Ein Punkt reicht dem SCF



Die Freiburger wären bereits mit einem Punkt in der AWD-Arena auf der sicheren Seite. Nach dem 1:1 des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart und der 1:2-Niederlage von Hertha BSC gegen den 1. FC Kaiserslautern, der trotzdem als erster Absteiger feststeht, hat der Sport-Club nun sechs Punkte Vorsprung vor Köln (Platz 16) und weiter acht Punkte Vorsprung vor Hertha BSC (17. Platz). Ein Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz ist damit bereits ausgeschlossen, und sogar der Relegationsplatz scheint nur noch eine rechnerische Bedrohung.

Das SC-Trainerteam ereilte in dieser Woche allerdings eine unerfreuliche Nachricht. Johannes Flum hat sich im letzten Spiel gegen 1899 Hoffenheim einen Muskelfaserriss zugezogen und fehlt deshalb im Spiel in Hannover. Nicht absehbar, so Christian Streich, sei, ob der Mittelfeldspieler in den anschließenden Spielen gegen den 1. FC Köln und zum Saisonfinale bei Borussia Dortmund noch einmal wird zum Einsatz kommen können. "Vielleicht ist das möglich", sagt der Trainer, und bezieht dabei Außenverteidiger Mensur Mujdza mit ein, der seit dem Spiel in Berlin wegen der gleichen Verletzung pausieren muss und am Sonntag ebenfalls wieder fehlt - genauso wie Kapitän Julian Schuster nach seinem Nasenbein- und Mittelgesichtsbruch aus dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.



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