München - Nach dem Sieg im Derby beim VfB Stuttgart will der SC Freiburg am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt nachlegen, um den Anschluss an die internationalen Plätze zu wahren.

Und während die Breisgauer ihre positive Serie ausbauen wollen, wollen die Frankfurter mit einem "Dreier" (ab 17 Uhr im Live-Ticker) ihren Negativtrend stoppen, denn in der Rückrunde stehen die Frankfurter noch ohne Punkte und Tore da.

"Müssen hellwach sein"

Zuletzt gab es für die Mannschaft von SCF-Trainer Robin Dutt sechs ungeschlagene Spielen in Folge. Vom kommenden Gegner und von seinem Kollegen Michael Skibbe spricht Dutt mit großem Respekt. "Bei Eintracht Frankfurt ist die klare Handschrift des Trainers zu erkennen. Das ist eine spielstarke Mannschaft und der Trainer sowie der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen haben in den letzten Jahren außerordentlich gute Arbeit geleistet und für ein hochprofessionelles Auftreten der Mannschaft gesorgt."

"Eintracht Frankfurt", sagt Co-Trainer Damir Buric, "hat bereits gezeigt, dass sie jeden schlagen kann. Deshalb müssen wir wieder hellwach sein." Neben fußballerischer Qualität und einem spielstarken Mittelfeld besitze die Eintracht "gute Individualisten, die man im Auge haben muss."

Das Lazarett lichtet sich

Dutt erwartet ein "sehr interessantes und damit auch sehr schwieriges Spiel". Frankfurt sei eine "spielstarke Mannschaft", umso erfreulicher ist es, dass sich vor der Partie die personelle Situation weitaus entspannter als zuletzt präsentiert.

"Wir haben wieder 21 Spieler im Trainingsprozess. Ich weiß gar nicht, was ich mit denen machen soll", sagte Robin Dutt im Scherz. Dabei ist nach überstandenem Infekt samt Rückfall auch wieder Yacine Abdessadki. Seine dritte Trainingswoche in Folge absolviert nach seinem doppelten Unterkieferbruch Stefan Reisinger. Gegen Stuttgart hatte sein Arzt das Einsatz-Risiko noch als zu hoch eingestuft, diesmal dürfte der Stürmer wieder dabei sein.

Fehlen werden "nur" noch Simon Pouplin (Sprunggelenk), Tommy Bechmann (Knie-OP), Daniel Williams (Meniskus), Jonathan Jäger (Muskelfaserriss, alle im Aufbautraining), sowie Julian Schuster (Zehenbruch). Auch abseits des Trainingsplatzes gab es eine positive Nachricht: Sportdirektor Dirk Dufner hat seinen Vertrag mit dem SC Freiburg bis 2014 verlängert.

Den Rekord im Blick

Fraglich ist allerdings, ob es ein Duell der Super-Stürmer geben wird. Zwar hat Papiss Demba Cisse (15 Saisontore) auf Freiburger Seite sein Comeback nach Verletzungspause in der Vorwoche gut überstanden, doch bei den Frankfurtern droht Theofanis Gekas (14) auszufallen.

"Theofanis ist aufgrund von muskulären Problemen sehr fraglich", meint auch Trainer Skibbe, der als Alternativen Martin Fenin, Halil Altintop und Ioannis Amanatidis sieht. So wird von den beiden wohl nur Cisse auf Torejagd gehen und versuchen, den SC-Bundesliga-Torrekord von 16 Treffern in einer Saison (1994/95) von Rodolfo Cardoso zu egalisieren.

Frankfurter wollen endlich wieder treffen

Die Frankfurter wollen sich zudem für die knappe und späte Niederlage aus der Hinrunde revanchieren, denn der Siegtreffer von Jan Rosenthal fiel erst in der 89. Minute. "Sie haben eine homogene Mannschaft, eine gute und stabile Abwehr. Sie spielen zielstrebig nach vorne und haben mit Cisse einen torgefährlichen Stürmer", warnt Skibbe seine Mannschaft vor dem Gegner.

Wer zudem für das erste Tor im Jahr 2011 für die Frankfurter sorgt und die Mannschaft so auf die Siegerstraße bringen kann, ist dem Coach eigentlich egal: "Ob Sebastian Jung oder Maik Franz nach einer Ecke - es obliegt jedem Spieler, am Sonntag zu treffen. Wir müssen einfach zielstrebiger nach vorne spielen." Damit hätte dann auch die Frankfurter Pleitenserie zu Null ein Ende.