Bundesliga

Serge Gnabry in Topform: Wird der Hoffenheimer zum Geheimkandidaten für die WM?

Köln – Die Benennung des DFB-Kaders für die WM in Russland füllt derzeit bei zahlreichen Stammtischgesprächen ganze Abende. Ein Name, der jedoch selten genannt wird, ist Serge Gnabry. Der Offensiv-Spezialist der TSG 1899 Hoffenheim ist aktuell einer der stärksten Bundesliga-Spieler und darf sich durchaus noch berechtigte Hoffnungen machen.

Elf Torbeteiligungen in 18 Einsätzen

So richtig in Erscheinung trat er erst Ende November, nachdem er zunächst eine Kapselverletzung und dann eine Oberschenkelverletzung auskurieren musste. Doch spätestens seit Beginn der Rückrunde ist Gnabry in einer bestechenden Form und oft jener Spieler, der im Kraichgau den Unterschied ausmacht.

Vier Tore erzielte Gnabry alleine in den letzten vier Spielen. Insgesamt kommt er 2017/18 in nur 18 Einsätzen schon auf elf Torbeteiligungen (sieben Tore, vier Torvorlagen). Beachtlich sind dabei vor allem seine Qualitäten als Vollstrecker. 41 Torschüsse hat Gnabry in dieser Saison abgegeben, nur sieben davon verfehlten das Ziel. Die meisten seiner präzisen Abschlüsse wurden gehalten, geblockt oder landeten eben in den Maschen.

Video: Gnabry und der perfekte Konter

Taktisch flexibel mit viel Kredit beim DFB

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Mit seinem starken rechten Fuß probiert es Gnabry gerne aus der Distanz – vier Weitschusstore sind gemeinsam mit Leipzigs Naby Keita Ligabestwert. Aber auch im Eins-gegen-Eins ist Gnabry für einen 22-Jährigen extrem abgebrüht. Bestes Beispiel: Sein Galaauftritt gegen Köln beim 6:0, wo er zuletzt einen Doppelpack markierte. Beim Treffer zum 1:0 ließ er mit einem Dribbling und blitzschnellen Richtungswechseln die halbe Kölner Hintermannschaft ins Leere laufen.

Aber wo sollte Gnabry nur spielen im achso prominent besetzten deutschen Mittelfeld? Gerade in der offensiven Dreierreihe tummeln sich mit Thomas Müller, Mesut Özil, Leroy Sane, Marco Reus, Julian Draxler, Julian Brandt, Lars Stindl, Mario Götze und Andre Schürrle reihenweise Spieler mit großen Namen, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung machen.

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Und falls es am Ende doch nicht reicht, darf er sich immerhin auf ein weiteres großes Kapitel freuen. Im Sommer endet das Leihgeschäft mit Hoffenheim und Gnabry wird ab Juli für keinen geringeren Club als den FC Bayern München seine Stiefel schnüren.

Karol Herrmann