Bremen - Nach zwei Jahren ohne Auftritt in einem europäischen Wettbewerb peilt Werder Bremen in dieser Saison wieder die internationalen Plätze an. "Natürlich wollen wir wieder um Europa spielen. Wir haben einen hohen Anspruch und wollen viel erreichen", sagte Thomas Schaaf beim Trainingsauftakt der Bremer.

"Wir müssen jetzt schnell eine Einheit werden und aus jedem Spieler noch mehr herausholen", sagte Schaaf. "Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben."

Drei Neuzugänge bislang



Drei Zugänge stehen bislang fest: Stürmer Nils Petersen (Bayern München), Innenverteidiger Assani Lukimya (Fortuna Düsseldorf) und Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie (Slovan Liberec).

Mit Marko Marin (FC Chelsea), Claudio Pizarro (FC Bayern), Tim Wiese (1899 Hoffenheim) und Markus Rosenberg (Ziel noch unbekannt) haben aber auch wichtige Säulen den Club im Sommer verlassen.

"Wieder konstant auf hohem Niveau spielen"



Schaaf zeigte sich trotzdem zuversichtlich, am ersten Spieltag bei Doublegewinner Borussia Dortmund und eine Woche zuvor im DFB-Pokal bei Preußen Münster erfolgreichen und interessanten Fußball spielen zu lassen. "Wir müssen wieder konstant auf hohem Niveau spielen", forderte der 51-Jährige.

An der Konstanz haperte es besonders in der vergangenen Saison. Da wurde der Werder noch von Rang 5 nach der Hinrunde auf Platz 9 durchgereicht, keines der letzten neun Saisonspiele gewannen die Bremer. Damit das nicht noch einmal passiert, sollen Lukimya in der Mitte und der Tscheche Gebre Selassie auf der rechten Seite das Werder-Tor absichern.

Petersen soll Offensive beleben



Vorne erhofft sich Schaaf von Petersen "neuen und frischen Wind". "Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen unseren Schritt jetzt forcieren", sagte Schaaf, "auch in der Vergangenheit haben wichtige Spieler den Club verlassen und wir haben trotzdem gute Leistungen gezeigt."

Drei Trainingslager stehen für die Werder-Profis bis zum ersten Pflichtspiel noch auf dem Programm. Innenverteidiger Lukimya ist vom Erfolg überzeugt: "Wir haben viel Qualität in der Mannschaft", sagte er, "nach oben ist für uns alles offen."

Und Angreifer Petersen meinte: "Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft. Und ich will vorne der sein, der die Angriffe veredelt." Damit es für Werder wieder für die große Fußball-Bühne reicht.