Gelsenkirchen -Angreifer  Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 droht nach nach seiner Roten Karte im Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 (1:0) eine harte Strafe. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem DFB-Sportgericht empfohlen, den Niederländer mit der Mindeststrafe für Tätlichkeiten und damit für sechs Spiele zu sperren.

Für eine vermeintlich abfällige Geste gegen Schiedsrichter Sascha Stegemann soll Huntelaar zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro belegt werden.

Schalke legt Einspruch ein

Die Königsblauen akzeptieren das drohende Strafmaß nicht und legten Einspruch gegen den Antrag ein. "Im Gegensatz zur Auffassung des Kontrollausschusses sind wir der Ansicht, dass es sich nicht um eine Tätlichkeit handelt. Das passt auch gar nicht zu Klaas-Jan", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt: "Sicherlich war die Rote Karte berechtigt, aber eine Sperre von sechs Spielen ist aus unserer Sicht eine deutlich zu hohe Strafe. Daher haben wir Einspruch eingelegt."

Der 31 Jahre alte Huntelaar war 96-Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach am Samstag weit vor dem Schalker Tor von hinten in die Beine gesprungen und für die Aktion des Feldes verwiesen worden. Der Niederländer hatte in 452 Pflichtspielen im Klub und 69 Länderspielen zuvor lediglich einmal die Rote Karte gesehen - vor fast zehn Jahren beim 1:5 mit dem SC Heerenveen bei Feyenoord Rotterdam.