Sieben Tage Miami, vierzehn Tage in der schwedischen Heimat: Genau das brauchte Werders Angreifer Markus Rosenberg, bevor er am Donnerstag gut erholt und vor allem gesund zur Mannschaft zurückkehrte.

"Es geht mir sehr gut", sagte der 25-Jährige nach seiner Laufpremiere in der Saisonvorbereitung durch den Bremer Bürgerpark.

Zwei herbe Rückschläge

Die Knie-Lädierung aus dem schwedischen EURO-Trainingslager ist ausgestanden. "Ich fühle keinen Schmerz mehr und ich hoffe, das bleibt so. Ich bin im Urlaub nur gelaufen und habe kein Fußball gespielt. Auch die Ärzte in Bremen und Schweden hatten nichts mehr zu beanstanden und haben mir Grünes Licht gegeben", so Rosenberg.

Enttäuschende EURO-Wochen liegen hinter ihm. Rosenberg lässt in sein Innerstes blicken: "Teilweise war es frustrierend." Obwohl mit einer überragenden Werder-Saison im Rücken (14 Treffer/Neun Torvorlagen in der Bundesliga) zum Nationalteam gereist, musste "Rosi" gleich zu Beginn zwei herbe Rückschläge einstecken.

Frühe Verletzung

Wieder einmal trat Nationalheld Henrik Larsson von seinem Rücktritt zurück und wurde kurzfristig in den schwedischen Kader berufen. "Ich hatte mit Werder eine tolle Saison gehabt. Meine Einsatzchancen standen gut, bis er zurückkam. Da ist man machtlos", sagt der Werder-Stürmer zerknirscht, "Larsson hat einen großen Namen, ist ein großer Spieler. Alle lieben ihn, er ist nett, ein 'Nice Guy'. Jeder war glücklich, dass er wieder da war."

Zu allem Übel verletzte sich Markus Rosenberg früh in der Vorbereitungsphase der Nationalmannschaft so schwer am Knie, dass an ein Mitwirken in den beiden letzten Testspielen vor dem Turnier nicht zu denken war. Unterm Strich standen lediglich unbefriedigende 57 Minuten EURO-Spielzeit. Nach der Vorrunde mussten die Schweden ihre Koffer packen. Rosenberg unterstreicht: "Wir haben kein gutes Turnier gespielt."

Noch viel Potential bei Rosenberg

Wie geht es weiter mit der "Tre Kronor", der schwedischen Nationalelf? Unlängst verlängerte Nationaltrainer Lars Lagerbäck seinen Vertrag bis 2010. "Etwas überraschend war das schon für mich. Aber er hat das Team über Jahre gut entwickelt, gute Ergebnisse erzielt für unser kleines Land." Fakt ist: Ein Umbruch muss vollzogen werden. "Wir waren das älteste Team bei der EURO. Den jungen Spielern, die wir haben, muss nun eine Chance gegeben werden", fordert Werders Torschützenbester.

Rosenberg ist mit seinen 25 Jahren lange nicht am Zenit, hat aber wohl weiterhin Henrik Larsson vor der Brust. Dass das 36-jährige Denkmal ("Wenn sie mich berufen, mache ich weiter.") seine Zukunft weiter im Nationalteam sieht, bringt Rosenberg nicht aus der Ruhe: "Ich konzentriere mich voll auf Werder, damit ich an meine letzte Saison anknüpfen kann und mich hier weiter gut entwickle. Mehr kann ich nicht machen."