Dem Klischeebild eines Skandinaviers entspricht Marcus Berg aufgrund seiner dunklen Haare rein äußerlich vielleicht nicht unbedingt, dem Prototyp eines Stürmers dafür umso mehr.

Das hat der Schwede, der ab sofort für den Hamburger SV auf Torejagd geht und einen Vertrag bis 2014 unterschrieben hat, in seinen vier Jahren als Profi bereits bewiesen.

Bärenstarke U-21-EM

53 Tore in 109 Ligaspielen in der schwedischen Allsvenskan und der niederländischen Eredivisie stehen für Berg bisher zu Buche. Und auch die bisherige Bilanz für sein Heimatland kann sich sehen lassen: In sieben A-Länderspielen netzte der Angreifer ein Mal, überragend waren allerdings seine Leistungen bei der U-21-Europameisterschaft in diesem Sommer in seiner Heimat, als er sich in den Fokus einiger europäischer Topclubs spielte.

Mit sieben Treffern in nur vier Partien sicherte sich Berg nicht nur den Goldenen Schuh als bester Torschütze, sondern auch die Auszeichnung als bester Spieler des Turniers - und zwar vor den ganzen Europameistern aus Deutschland.

Beeindruckende Quoten

Ab sofort will Berg seine Torquote - für IFK Göteborg traf er im Schnitt 0,4 Mal pro Partie, beim FC Groningen dann sogar schon 0,6 Mal - nun bei den Norddeutschen in die Höhe schrauben.

2007 schoss er Göteborg, wo er 2005 seine Profikarriere begann, mit 14 Treffern zur nationalen Meisterschaft und sicherte sich selbst den Titel des Torschützenkönigs.

Nach seinem Wechsel in die Niederlande nach Groningen im Sommer 2007 feierte Berg zunächst mit 15 Treffern einen mehr als gelungenen Einstand. Die 17 Tore in der vergangenen Spielzeit beförderten ihn dann auf Platz 3 der Torschützenliste - vor Angreifern wie Ex-Bayern-Stürmer Roy Makaay und FCB-Neuzugang Danijel Pranjic.

Viel Lob von Labbadia und Elia

Auch wenn der 22-Jährige im HSV-Angriff nach dem Weggang von Ivica Olic ein schweres Erbe antritt, freut er sich auf die Herausforderung: "Der HSV ist ein Topverein in der Bundesliga und ich möchte mit guten Leistungen und Toren dazu beitragen, dass wir so erfolgreich wie möglich sind."

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia hält große Stücke auf seinen neuen Mann in der Spitze: "Er ist ein Stürmer, der den unbedingten Willen hat, Tore zu schießen." Der mit 1,84 Metern Körpergröße wuchtige Berg könnte im Angriff der "Rothosen" die ideale Ergänzung zu den spielstarken Stürmern Mladen Petric, Paolo Guerrero und Eljero Elia sein.

Elia, der selbst gerade erst an die Elbe wechselte, kennt Berg aus der Eredivisie und lobt dessen Qualitäten: "Marcus ist ein guter Spieler, der viele Tore macht. Er trifft mit beiden Füßen und dem Kopf. Er ist ein Killer!" Die Voraussetzungen für erfolgreiche Jahre beim HSV sind also gegeben...

Tim Tonner




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