München - Der VfB Stuttgart hofft nach der Niederlage in Mainz auf Wiedergutmachung. Gegen den FC Augsburg ist der VfB klarer Favorit (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Stuttgart benötigt die Punkte, um den Kontakt zum oberen Tabellendrittel zu erhalten. Das Schlusslicht aus Augsburg ist bereits zu dieser frühen Phase der Saison unter Zugzwang, damit der Aufsteiger nicht den Anschluss an das restliche Feld verliert.

VfB-Trainer Bruno Labbadia plagen vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten große Abwehrsorgen. Nachdem Innenverteidiger Maza wegen seiner Gelb-Rot-Sperre fehlt, schickte Labbadia beim Training am Freitag Rechtsverteidiger Khalid Boulahrouz wegen einer starken Erkältung nach Hause. Auf der rechten Abwehrseite fällt Stefano Celozzi (Muskelfaserriss) aus.

"Werden jemanden aus Hut zaubern"

Als weitere Alternative für die Abwehr, wo Georg Niedermeier die Position Mazas in der Innenverteidigung übernehmen wird, steht noch Patrick Bauer zur Verfügung. "Wir werden jemanden aus dem Hut zaubern", sagte Labbadia zu dieser Misere. Ebenfalls gehandicapt ist Zdravko Kuzmanovic. Der Serbe brachte von der Nationalmannschaftsreise nach Honduras eine Erkältung mit. Darüber hinaus leidet er noch am Jetlag. "Er ist heute auf dem Platz fast eingeschlafen", sagte Labbadia am Freitag.

Was den Gegner betrifft, sieht der VfB-Coach sein Team in der Favoritenrolle: "Wir sind auf der einen oder anderen Position besser besetzt als der FCA und ich bin mir sicher, dass wir in der Lage sind, Augsburg zu schlagen." Allerdings warnt der 45-Jährige: "Es gibt in der Bundesliga keine kleinen Gegner mehr. Die Mannschaften stellen sich auf uns ein, treten kompakt und defensiv auf und machen es uns schwer." Augsburg sei sehr gut organisiert und spiele äußerst diszipliniert. Für Labbadia ist der FCA besser, als er in der Anfangsphase der Saison dargestellt wurde.

Neuer Anlauf gegen Stuttgart

Die Augsburger reisen ohne ihren verletzten Stammtorwart Simon Jentzsch an. Auch Abwehrspieler Jonas de Roeck steht aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht wieder zur Verfügung, so dass FCA-Trainer Jos Luhukay der gleiche Kader wie bei der knappen Niederlage gegen Bayern München zur Verfügung steht. So kommt Mohamed Amsif in Stuttgart zu seinem zweiten Bundesliga-Spiel im FCA-Tor.

Nach der knappen Niederlage gegen den Rekordmeister hätte der Niederländer gerne direkt weitergespielt, weil er viele positive Dinge aus dem Spiel mitgenommen hat: "Es ist nicht selbstverständlich, wenn die Spieler in unserer Situation bei einem 0:2-Pausenrückstand mit so viel Selbstvertrauen und Engagement gegen Bayern München auftreten. Nun müssen wir beim VfB uns dies wieder neu erarbeiten und unsere Chancen suchen."

Doch Luhukay bleibt kämpferisch: "Wie in jedem Spiel, wollen wir auch in Stuttgart wieder punkten. Es geht nun darum, dass wir den Anschluss nicht verlieren und uns in den restlichen Spielen in diesem Jahr eine möglichst gute Ausgangssituation für die Rückrunde erarbeiten. Wir werden nicht aufgeben."