Die Fanprojekte von Dortmund und Gelsenkirchen haben ein bemerkenswertes Gemeinschaftsprojekt überlegt und umgesetzt. "Klatschende Hände statt fliegende Fäuste" heißt das Projekt, bei dem Schüler beider Städte einen Kalender gegen Rassismus gestaltet haben.

Gemeinsam hatten beide Fanprojekte mit Schulen in Dortmund und Gelsenkirchen Kontakt aufgenommen und die Lehrer gebeten, im Unterricht mit ihren Schülern das Thema "Gewalt und Rassismus" unter dem Aspekt der beiden rivalisierenden Fangruppierungen zu behandeln und abschließend einen sogenannten "Doppelhalter" zum Thema malen zu lassen.

"Gewalt ist immer Spielverderber”

Die eingesandten Bilder der teilnehmenden Schulen aus beiden Städten wurden zusammen gesichtet und die besten zu einem Kalender zusammengefasst, der kurzfristig produziert wurde. "Gewalt ist immer Spielverderber” oder "Fußball vereint, niemand ist dein Feind” schrieben und malten die 11- bis 16-jährigen Schüler beispielsweise auf die Kalenderseiten.

"Uns ist bewusst, dass wir mit diesem Kalender nicht die Welt verbessern, aber wir wollen ein Zeichen setzen gegen den Irrsinn, der sich inzwischen schon bei Jugendspielen der beiden großen Revierclubs entlädt. Der Kalender wird zumindest den beteiligten Schulkindern den Weg zu einem respektvollen Umgang miteinander aufzeigen und vielleicht in weiterer Zukunft ein Stück Normalität in das zerrüttete Verhältnis der verschiedenen Fan-Lager bringen", sagte Rolf-Arnd Marewski, Leiter des Fanprojekts Dortmund.

Weitere Projekten geplant

Die erste Auflage von wenigen hundert Exemplaren, an deren Gestaltung drei Dortmunder und acht Gelsenkirchener Schulen mitgearbeitet haben, ist kostenlos erhältlich. Infos gibt´s per Mail: info@schalker-fanprojekt.de oder fanprojektdortmund@gmx.de.

"Der Aufwand war gering, aber der Effekt ist hoffentlich groß", meinte Marewskis Kollege Patrick Arnold vom Schalker Fanprojekt. Der Kalender soll Auftakt zu weiteren Projekten sein, die die beiden Fanprojekte zukünftig angehen wollen.