München - Vizeweltmeister Niederlande gewann dank des Neu-Schalkers Klaas-Jan Huntelaar, den Belgiern reichte dagegen ein "Doppelpack" der Münchners Daniel van Buyten nicht: Die Bundesliga-Profis sorgten in der EM-Qualifikation wieder für Furore - allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.

Für die Niederlande war Huntelaar einen Tag vor seiner offiziellen Vorstellung bei Schalke 04 mit zwei Toren der Matchwinner beim 2:1 (2:1) gegen Finnland. Van Buyten erzielte ebenfalls zwei Treffer für Belgien in der Türkei, zog aber letztlich den Kürzeren.

In der deutschen Gruppe A (der Spielbericht zu Deutschlands 6:1 gegen Aserbaidschan) reichte den Belgiern der Doppelpack des Münchners nicht: Die Türkei siegte in Istanbul 3:2 (0:1) und schuf sich damit eine optimale Ausgangsposition für das Gipfeltreffen am 8. Oktober in Berlin mit der DFB-Elf. Österreich feierte durch zwei späte Tore zum 2:0 (0:0) gegen Kasachstan seinen ersten Sieg.

Russland unterliegt der Slowakei

Eine missglückte Heimpremiere als russischer Nationaltrainer erlebte der ehemalige Gladbacher Bundesliga-Trainer Dick Advocaat. Die "Sbornaja" unterlag in der Gruppe B durch ein Tor von Miroslav Stoch von Fenerbahce Istanbul (27.) mit 0:1 (0:1) gegen WM-Teilnehmer Slowakei. Bernd Stange musste sich mit Weißrussland in der Gruppe D nach dem 1:0-Coup in Frankreich mit einem 0:0 gegen Rumänien zufrieden geben.

Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic führte Schweden in der Gruppe E mit einem Doppelpack zu einem souveränen 6:0 (3:0) San Marino. Gegen den Fußball-Zwerg hatte Huntelaar am vergangenen Freitag beim 5:0 der Niederländer dreimal getroffen, gegen Finnland legte er zwei Mal nach: In der siebten Minute traf der 27-Jährige zum 1:0, neun Minuten später verwandelte er einen Elfmeter nach einem Foul an seinem Kapitän Mark van Bommel von Bayern München.

Niederlagen für Dzeko, Ibisevic und Benaglio

Enttäuschung dagegen für die Bundesliga-Stürmer Edin Dzeko und Vedad Ibisevic, die gegen Frankreich verloren. Das erste Erfolgserlebnis für Frankreichs neuen Coach Laurent Blanc machten Karim Benzema (72.) und Florent Malouda (78.) mit ihren Toren in der Schlussphase in Sarajevo perfekt.

Und die Schweizer um Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio unterlagen ebenfalls: In Basel war Rooney bereits in der 10. Minute für England erfolgreich. Adam Johnson, der schon beim 4:0 der Engländer zum Auftakt gegen Bulgarien getroffen hatte, erhöhte in der 69. Minute auf 2:0. Die Schweizer von Trainer Ottmar Hitzfeld kamen nur noch zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Xherdan Shaqiri (71. ). Für die Entscheidung sorgte Darren Bent (88.).

Türkei mit optimaler Ausgangsposition

Für das Spitzenduell am 8. Oktober in Berlin gegen die deutsche Nationalmannschaft (die deutschen Stimmen zum Spiel gegen Aserbaidschan) erkämpfte sich die Türkei eine optimale Ausgangsposition.

In Istanbul knüpften die Belgier, bei denen der Gladbacher Logan Bailly im Tor stand, zunächst an ihre gute Vorstellung bei der knappen 0:1-Heimniederlage gegen die deutsche Mannschaft an und gingen durch van Buyten nach Vorlage von Toby Alderweireld in der 28. Minute im Sükrü-Saracoglu-Stadion in Führung.

FCK-Hoffer trifft spät

Die vom Niederländer Guus Hiddink trainierten Türken kamen mit viel Schwung aus der Pause und durch Hamit Altintop von Bayern München bereits in der 48. Minute zum Ausgleich. Semih Sentürk gelang in der 66. Minute die Führung für den Favoriten, doch van Buyten glich mit seinem zweiten Treffer (69.) postwendend aus. Auf Arda Turans Treffer (78.) blieb Belgien die Antwort dann aber schuldig.

Für Österreich trafen Roland Linz (90.+1) und Erwin Hoffer von Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (90.+2) in der Nachspielzeit. Beim schwedischen Schützenfest waren neben Ibrahimovic Andreas Granqvist (51.) und Marcus Berg (90.+3), der derzeit vom Bundesligisten Hamburger SV an die PSV Eindhoven ausgeliehen ist, erfolgreich. San Marino unterlief durch Davide Simoncini (12.) und Torhüter Aldo Simoncini (26.) zudem zwei Eigentore.