München - Borussia Mönchengladbach hat es verpasst, den Patzer des FC Bayern München auszunutzen und am Rekordmeister vorbei auf Platz 2 vorzurücken. Trainer Lucien Favre zeigte sich nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Nürnberg entsprechend enttäuscht. Ganz anders Jürgen Klopp, der nach dem achten Sieg von Spitzenreiter Borussia Dortmund natürlich hochzufrieden war. bundesliga.de hat alle Stimmen zum 24. Spieltag gesammelt.

1899 Hoffenheim - 1. FC Köln 1:1 (1:0)

Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): Schlussendlich ist mir die Leistung wichtig - und die war gut. Wir haben genug Möglichkeiten gehabt, das Spiel zu entscheiden. Daran müssen wir noch arbeiten. Wir brauchen zu viele Chancen, um ein Tor zu machen. Wichtig ist für mich, dass die Leistung gut war.

Trainer Stale Solbakken (1. FC Köln): Wir können zufrieden sein. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele leichte Ballverluste. Das 0:1 hat wieder einmal gezeigt, dass wir nicht die größte Mannschaft der Liga haben. Auch im letzten Jahr waren Standardsituationen ein Problem. Wir haben halt nicht acht gute Kopfballspieler in der Mannschaft.

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen. Wenn man in der 87. Minute den Siegtreffer macht, ist das ein Lucky Punch. Wir sind jetzt wieder deutlich stabiler als in der Vorrunde. Wir sind auf einem guten Weg.

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengldbach): Wir haben nicht gut gespielt. Uns hat es an Durchschlagskraft gefehlt, wir waren oft zu wenig in Bewegung. Genau so einen Gegentreffer haben wir beim 1:1 gegen den HSV kassiert.

Borussia Dortmund - 1. FSV Mainz 05 2:1 (1:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das Tor hat wirklich Mo erzielt? Das habe ich gar nicht mitbekommen, sonst hätte ich ihm schon was erzählt. Aber so ist es doch perfekt. Er hat sein Tor geschossen, wir haben gewonnen. Es war ein sehr intensives Spiel. Ab der 10. Minute haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Aber nach dem Ausgleich so eine Reaktion zu zeigen, das ist gut, das muss man schon sagen. Ob die sieben Punkte was bedeuten, habe ich nicht drüber nachgedacht. Da könnte ich jetzt nur Müll drüber babbeln.

Trainer Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Ich habe heute den falschen Ansatz und die falsche Grundordnung in der ersten Halbzeit gewählt. Deshalb geht die erste Halbzeit deutlich auf meine Kappe. Die zweite Halbzeit war gut, da haben wir gespielt, was wir können. Da haben wir mit unseren Mitteln die Stirn geboten. Unter dem Strich geht Dortmunds Sieg in Ordnung.

Bayer Leverkusen - FC Bayern München 2:0 (0:0)

Trainer Robin Dutt (Bayer Leverkusen): Wir haben vor allem in den ersten 20 Minuten sehr viel Glück gehabt. Da hatte Bayern einige hochkarätige Chancen. Zudem war wir vor der Pause taktisch nicht so gut. Wir haben nach der Pause auf 4-4-2 umgestellt, was sich positiv ausgezahlt hat. Meine Mannschaft hat eine tolle Mentalität gezeigt. Sie wollte unbedingt den Sieg und hat ihn sich aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient.

Trainer Jupp Heynckes (FC Bayern München): Wir haben besonders in der ersten Halbzeit ein überragendes Spiel gezeigt mit einer tollen Raumaufteilung und vielen erstklassigen Torchancen, die wir nicht nutzen. Das ist aber die Crux, die uns im Moment begleitet. Das war schon in Basel so. Und es ist nunmal so, dass der Schuss meistens nach hinten los geht, wenn man die Chancen nicht nutzt. Das ist sehr schade für meine Mannschaft. Das Ergebnis stellt für uns alle eine Enttäuschung dar. Das war aber trotz allem auch ein gutes Auswärtsspiel. Wir haben uns es selbst zuzuschreiben, dass wir verloren haben.

SC Freiburg - FC Schalke 04 2:1 (1:0)

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): Keine Frage, Schalke hätte zu Beginn in Führung gehen können. Wir hatten das Quäntchen Glück, dass das nicht passiert ist. Uns war es diesmal vergönnt, in Führung zu gehen. Das hat uns Sicherheit gegeben. Es ist klar, dass wir die Punkte brauchen, um weiterhin die Hoffnung zu haben. Entscheidend für uns hier in Freiburg ist, alles zu genießen, wenn wir gegen solche Topteams wie Schalke in der Bundesliga spielen dürfen.

Trainer Huub Stevens (FC Schalke 04): Wir haben gut angefangen, wurden aber nicht belohnt. Freiburg hat gleich aus der ersten Chance ein Tor gemacht. Da läufst du dann hinterher. Wir hatten in der zweiten Halbzeit einige Chancen, aber es war zu wenig. Unsere Leistung war nicht gut. Ich habe immer gesagt, die Tabelle interessiert mich nicht, erst nach dem 34. Spieltag. Alles andere ist eine Momentaufnahme.

Hertha BSC - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Trainer Otto Rehhagel (Hertha BSC): Wir sind alle wahnsinnig erleichtert - für den Moment! Man muss sich nicht wundern, wenn die Jungs ein bisschen die Hosen voll hatten. Wenn wir verloren hätten, dann hätte man vielleicht sagen können: Mensch, es geht nicht mehr. Die Jungs haben gekämpft, sie haben gefightet, damit haben sie den Sieg verdient.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Es war so wie in der letzten Partie: Wir haben einen unheimlichen Aufwand betrieben, aber unsere Chancen nicht genutzt. Zum Gewinnen gehört eben auch, Tore zu schießen. Daran müssen wir arbeiten. Das muss uns ärgern, das muss uns wütend machen, damit wir es beim nächsten Mal besser machen.

Hannover 96 - FC Augsburg 2:2 (1:1)

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Am Ende müssen wir über den Punktgewinn noch zufrieden sein. Insbesondere in der ersten Halbzeit hat sich die Mannschaft nicht an die taktischen Vorgaben gehalten. Das Unentschieden ist absolut verdient für die Augsburger, sie haben es sich erarbeitet.

Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg): Das war ein absolut berechtigter Punktgewinn für uns. Nach unserer schnellen Führung hätten wir weitere Tore nachlegen müssen, das ist leider nicht passiert. In der zweiten Halbzeit war Hannover 96 erwartungsgemäß dynamischer und gefährlicher.

1. FC Kaiserslautern - VfL Wolfsburg 0:0

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute vollen Einsatz gezeigt. Die Mannschaft hat alles in die Waagschale geworfen. Unser Manko ist die Effizienz. Das Unentschieden ist im Grunde in Ordnung. Wir müssen den Punkt akzeptieren.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Wir haben ein gutes Spiel gesehen, das von beiden Seiten offensiv geführt wurde. Wir haben uns als Mannschaft gut präsentiert, die Lauterer haben ganz offensichtlich für ihren Trainer gespielt.

Hamburger SV - VfB Stuttgart 0:4 (0:2)

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Natürlich haben die Stuttgarter ein gutes Spiel gemacht. Meine Spieler haben nicht mit der Leidenschaft gespielt, wie ich mir das vorstelle. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe und zweiten Bälle nicht gewonnen - dann kann man Spiele nicht gewinnen. Aber ich will auch nicht zu kritisch sein. Wir gehören da hin, wo wir im Moment stehen. Weil wir vielleicht auch nicht besser sind, sonst könnten wir noch konstanter spielen.

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Ich komme immer sehr gerne nach Hamburg. Als Sieger vom Platz zu gehen, tut uns sehr gut. Wir haben, was die taktische Geschlossenheit angeht, ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und auch verdient gewonnen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie sehr viel für die Geschlossenheit gearbeitet hat. So konnte jeder seine Stärken einbringen.