Köln - Am Sonntag gab es nach der den nächsten Nackschlag für den 1. FC Köln: Denn bei Lukas Podolski trat im Anschluss an das späte Samstagsspiel eine Schwellung am linken Knöchel auf.

Der Spieler wurde am Geißbockheim behandelt und anschließend in der Kölner MediaPark-Klinik mit einer Kernspintomographie eingehend untersucht, ehe die bittere Diagnose feststand: Podolskis alte Verletzung, ein Teilanriss des Haltebands im linken Fuß, ist wieder aufgebrochen.

"Müssen 'Poldi' besser schützen"

Lukas Podolski wird dem 1. FC Köln daher für drei bis vier Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die weitere Behandlung sieht vor, dass der linke Fuß von Lukas Podolski eine Woche lang ruhig gestellt wird, anschließend beginnen die Reha-Maßnahmen für den Angreifer.

"Nun stehen wir ohne Podolski für lange Zeit und ohne Punkte da. Das ist kein schöner Sonntag", klagte Stale Solbakken: "Jetzt müssen andere zeigen, dass wir auch ohne Podolski Tore schießen können." Weil der Trainer wegen derselben Verletzung schon in der Wintervorbereitung auf seinen Star verzichten musste, soll Podolski nun ganz behutsam behandelt werden. "Wir müssen 'Poldi' besser schützen", so Solbakken.

Sturmduo erneut getrennt

Nachdem zuletzt endlich der lange verletzte Milivoje Novakovic zurückgekehrt war, hatten Verantwortliche und Fans der "Geißböcke" wieder auf Glanzleistungen des im Vorjahr so erfolgreichen Sturmduos - "Nova" netzte 17 Mal ein, "Poldi" erzielte 13 Buden - gehofft.

Im bisherigen Saisonverlauf war Podolski mit seinen bisher 15 Treffern - alle erzielte er übrigens mit dem linken Fuß - oftmals Kölns "Lebensversicherung". Und auch gegen die "Königsblauen" brachte der 26-Jährige sein Team früh in Führung, ehe der FC im weiteren Spielverlauf einbrach. Nach dem Abrutschen auf den 14. Platz wird es in den kommenden Wochen ohne Podolski doppelt schwer für die Kölner. "Im Prinzip ist er nicht zu ersetzen. Das können wir nur über mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren", sagte Torhüter Michael Rensing.

"Er ist schon niedergeschlagen"

Der Nationalspieler sagte unterdessen auch seine Reise zu den beiden Marketingtagen der deutschen Nationalmannschaft in München ab. "Er war für ein, zwei Hauptrollen vorgesehen, das ist schon schade, dass er nicht da ist", sagte Oliver Bierhoff, der ebenso wie Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag noch mit dem Kölner telefoniert hatte.

"Er ist schon niedergeschlagen, wird die Verletzung aber wegstecken", meinte der Teammanager. Für das DFB-Team sei die Verletzung mit Blick auf die Europameisterschaft "zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu verkraften. Für den Verein ist das natürlich schwerwiegend".