Bremen - Zahlreiche OBM-Trainer werden vom jüngsten Knaller in Sachen Wintertransfers eiskalt erwischt. Er geht zu Manchester City: Edin Dzeko, fester Bestandteil der meisten OBM-Topteams, der für Spitzenwerte und viele Tore stand. Und genau das ist das Problem. Während Manchester City den VfL Wolfsburg mit über 30 Millionen Euro entschädigt, bleiben den OBM-Managern nur die knapp sieben Millionen Euro, die Dzekos OBM-Marktwert aktuell beträgt, um einen Ersatz zu verpflichten. Ein Schock für viele OBMler. 18.390 User stehen vor einem großen Problem - und das kurz vor Beginn der Rückrunde.

Gleichwertiger Ersatz beim OBM schwer zu finden

Die Verantwortlichen beim VfL können mit mehr als 30 Millionen Euro in der Tasche auf die Suche nach einem Ersatzmann für den 24-jährigen Torjäger gehen - entweder doch noch in der Winterpause oder spätestens im Sommer. Für die OBM-User wird es ungleich schwieriger einen gleichwertigen Spieler zu verpflichten, denn Dzeko war beim Managerspiel der beste Stürmer der Hinrunde. Es folgen mit van Nistelrooy, Pizarro, Kießling und Huntelaar ebenfalls absolute Top-Stürmer, die allerdings auch ihren Preis haben.

Kreative Lösungen gefragt

Warum können nicht auch wir von den Scheichs (hinter Manchester City steht eine Investorengruppe aus Abu Dhabi) profitieren, fragen sich viele OBM-Manager. Von den Millionen, die für Dzeko fließen sollen, bleiben ihnen nur Peanuts. Aber so sind nun mal die Spielregeln beim Offiziellen Bundesliga Manager (OBM). Andererseits: Wechselt ein Spieler ablösefrei ins Ausland, gehen die Bundesligaklubs leer aus, aber den OBMlern bleibt immerhin noch der Marktwert des Spielers erhalten. Das nennt man ausgleichende Gerechtigkeit. Diese Erkenntnis allerdings wird den schockierten Usern beim OBM nur ein schwacher Trost sein. Aber wer weiß, vielleicht eröffnet die Misere ganz neue Möglichkeiten für die betroffenen Teams.

Kreative Lösungen sind gefragt. Holt man beispielsweise den hochtalentierten Tempodribbler Eljero Elia vom HSV, den angeblich auch die Wolfsburger als Ersatzmann für Dzeko auf dem Zettel haben. Der Vorteil wäre: Für den niederländischen Nationalspieler müsste nur ein Bruchteil der Dzeko-Ablöse investiert werden. Zu dem Transferüberschuss käme im Idealfall dann noch der steigende Marktwert des als Ersatz verpflichteten Spielers. Eine Krise muss halt immer auch als Chance verstanden werden…


Oliver Mumm