Zuschauer, die beim öffentlichen Training von 1899 Hoffenheim vorbeischauen, kommen manchmal ins Staunen. Da spielt die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick auf einem Feld, das zwar normal lang ist, aber nur ein Drittel der ursprünglichen Breite hat. Damit soll die Handlungsschnelligkeit der Profis trainiert werden.

Vertikales Spiel nach vorn, kurze Ballkontakte, so stellt man sich nicht nur in Hoffenheim das Spiel vor. Bei Borussia Dortmund gibt es seit Kurzem einen "Gehirn-Entwicklungstrainer", der mit koordinativ anspruchsvollen Übungen die Fußballer flexibler und handlungsfähiger auf dem Spielfeld machen sollen.

Geschwindigkeit ist das Zauberwort im modernen Fußball. Deshalb ist dieser Faktor auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) von zentraler Bedeutung. Denn mit dem entsprechenden OBM-Wert ist nicht nur die tatsächliche Geschwindigkeit auf dem Platz, sondern auch in den Handlungen gemeint.

Ribery hängt alle ab

Kein Wunder, dass deshalb in der Regel die besten Spieler im OBM auch die Schnellsten sind. Wie in der realen Bundesliga kaum zu halten ist Franck Ribery. Der Franzose aus dem Mittelfeld des FC Bayern hat im OBM mit 88 Prozent den höchsten Geschwindigkeitswert.

Dahinter kommen Diego (Werder Bremen) und Luca Toni (Bayern München) mit je 86 Prozent. Ab zirka 84 Prozent gehört ein Spieler im OBM zu den wirklich schnellen. In der Abwehr können da nur Philipp Lahm und Lucio von Bayern München mit dienen. Im Mittelfeld gibt es schon einige Kandidaten mehr, wie unter anderem Bastian Schweinsteiger, Renato Augusto oder Mönchengladbachs Shootingstar Marko Marin.

Teure Stars und Schnäppchen

Wie in der realen Bundesliga ist auch im OBM die größte Ansammlung von schnellen Spielern im Angriff zu finden. Jefferson Farfan, Miroslav Klose, Lukas Podolski oder Mario Gomez bereiten mit einem OBM-Wert von 85 Prozent den gegnerischen Verteidigern reihenweise Probleme. Natürlich sind diese Top-Spieler nicht immer erschwinglich. Mit einem OBM-Wert von 7,2 Millionen Euro ist Gomez noch der günstigste Top-Stürmer in der 85er-Kategorie.

Aber es gibt natürlich auch noch den einen oder anderen Geheimtipp. Bei Borussia Dortmund spielt Delron Buckley in der realen Bundesliga zwar nicht unbedingt eine Rolle mehr, aber mit einem OBM-Geschwindigkeitswert von 85 Prozent bei einem Transferwert von etwas über 900.000 Euro ist der mittlerweile 30-Jährige virtuell durchaus noch ein Faktor - und zudem als Offensiv-Allrounder noch in Mittelfeld und Angriff einsetzbar.

Geschwindigkeit ist nicht alles

Auch Bielefelds Jonas Kamper oder Berlins Aufsteiger Maximilian Nicu sind mit 83 Prozent Geschwindigkeit und einem Marktpreis um eine Millionen Euro im Mittelfeld noch Spieler mit einer Perspektive im OBM. Gleiches gilt für die Stürmer Christian Timm und dem jungen Macauly Chrisantus vom Hamburger SV.

In der Abwehr hat Ex-Nationalspieler Tobias Rau mit einer OBM-Geschwindigkeit von 82 Prozent bei einem Marktwert von 583.000 noch ein sehr gutes Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis. Aber im OBM gilt natürlich wie in der wirklichen Fußball-Welt: Geschwindigkeit ist nicht alles - aber sie hilft im Spiel nach vorn natürlich ungemein, wie man nicht zuletzt bei Aufsteiger Hoffenheim in der bisherigen Bundesliga-Saison sehen kann.