Der AC Florenz steckt vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Bayern München am Dienstag (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) tief in der Krise.

Nach der verpatzten Generalprobe (1:2 gegen Juventus Turin) für das Achtelfinal-Rückspiel steht nur der Abstiegskandidat Livorno Calcio in der Rückrundentabelle noch schlechter da als die "Fiorentina".

"Die schlimmste Krise seit fünf Jahren"

"Das ist die schlimmste Krise des AC Florenz der letzten fünf Jahre", schreibt die italienische Sportzeitung "Corriere dello Sport". Der ehemalige Europapokalsieger hat vier der vergangenen fünf Heimspiele verloren und ist mit 35 Punkten nach 27 Spielen in der Serie A Tabellenzehnter.

Die Ursachen für den Leistungsabfall nach der starken Vorrunde liegen auf der Hand: Nach der Sperre für den rumänischen Stürmer Adrian Mutu ist Weltmeister Alberto Gilardino der einzige namhafte Angreifer - zu wenig, um die Zielsetzung Europapokal zu erreichen.

Zudem hadern die Toskaner zum wiederholten Male mit einer Schiedsrichterentscheidung. Nach dem Abseitstreffer durch Klose in München versagten die Referees dem Team zwei klare Elfmeter in den Duellen mit dem AC Mailand und Juventus Turin - jeweils beim Stand von 1:1. "Im Zweifelsfall wird jedenfalls nicht für uns gepfiffen", schimpft Trainer Cesare Prandelli.

Prandelli blickt nach vorne

Von einer Krise will Prandelli aber nichts wissen. "Wir haben gut gespielt, vor allem in der ersten Halbzeit, aber wir hatten in einigen Situationen einfach Pech", sagte der Coach, dessen Team nur einen Punkt aus den letzten fünf Ligaspielen geholt hat: "In der zweiten Halbzeit haben wir nachgelassen, was die Sache erschwert hat."

Riccardo Montolivo hakte die Niederlage gegen Juventus schnell ab und richtete den Blick nach vorne. "Wir konzentrieren uns jetzt auf das Bayern-Spiel, erst am Mittwoch schauen wir wieder auf die Serie A", sagte der Mittelfeldspieler: "Bayern wird uns sicher nicht unterschätzen."

Und auch Prandelli hält nichts von Larmoyanz. "Wir dürfen uns jetzt nicht selbst beweinen. Das einzig Wichtige ist, dass sich die Mannschaft nicht als Opfer fühlt", sagte der "Fiorentina"-Trainer und betonte: "Das Spiel gegen Bayern München ist das wichtigste der Saison."