Mit der Knallerpartie Schalke gegen Stuttgart wird am Freitag der 26. Spieltag eingeläutet (ab 20 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio). Dabei treffen dann nicht nur der Tabellenzweite und -siebte aufeinander und es geht nicht nur um den Meisterschaftskampf beziehungsweise den Einzug in das internationale Geschäft. Tatsächlich ist dieses Spiel für einige Akteure ein Duell mit der Vergangenheit.

So trifft etwa Schalke-Profi Ivan Rakitic mit VfB-Trainer Christian Gross auf seinen einstigen Förderer beim FC Basel. Stuttgarts Mittelfelddribbler Alex Hleb wird mit Felix Magath wieder dem Coach begegnen, der ihm bei den Schwaben einst zum Durchbrauch verhalf. "Ich habe ihm sehr viel zu verdanken. Magath ist wie ein Familienmitglied für mich und ein exzellenter Trainer. Er war zwar sehr hart, aber er fand immer die richtigen Worte", schwärmt der Weißrusse.

Neben Schalke-Trainer Magath, der von Februar 2001 bis Sommer 2004 in Stuttgart wirkte gibt es noch weitere Beteiligte, für die das Spiel ein Wiedersehen mit ihrer Vergangenheit bedeutet. bundesliga.de stellt sie vor.

Jens Lehmann

Seinen ersten Profieinsatz hatte der inzwischen 40-jährige Lehmann in der Saison 1988/89 für S04 in der 2. Bundesliga. Er blieb zehn Jahre lang bei den "Knappen", bestritt insgesamt 200 Bundesligaspiele für Schalke und erzielte dabei sogar zwei Tore. 1997 trug er mit seinen Paraden maßgeblich zum Gewinn des UEFA-Cups bei. "Der UEFA-Pokal-Sieg mit Schalke 1997 war sehr wichtig. Da bin ich für europäische Topclubs interessant geworden", sagt Lehmann rückblickend. 1998 ging er zum AC Mailand, über die Stationen Borussia Dortmund und FC Arsenal kehrte Lehmann 2008 nach Deutschland zum VfB zurück. Sein Vertrag endet im Sommer, eine Fortsetzung seiner Karriere - ob in Stuttgart oder anderswo - hat Lehmann nicht ausgeschlossen.

Kevin Kuranyi

Kuranyi durchlief die B- und A-Jugend beim VfB, 2001 holte ihn der damalige VfB-Coach Felix Magath zum Saisonstart zu den Profis mit der Begründung: "Kevin ist ein Gewinner der Vorbereitung. Der Junge ist unverdorben, versucht immer etwas, hat keine Angst und will vor allem Tore machen." 99 Bundesligaspiele absolvierte Kuranyi für den VfB und schoss dabei 40 Tore. 2005 folgte dann der Wechsel nach Schalke. Über die Verpflichtung der Schalker von Magath als Trainer freute sich Kuranyi ganz besonders, auf das Wiedersehen mit dem Ex-Club ebenso: "Natürlich ist es schön, mal wieder ein paar ehemalige Teamkollegen zu treffen und gegen meinen alten Verein zu spielen. Ich hatte dort eine sehr gute Zeit. Aber jetzt spiele ich für Schalke und werde alles dafür geben, dass wir gegen den VfB gewinnen".

Marcelo Bordon

Der brasilianische Abwehrhüne kam 1999 vom FC Sao Paolo ins Schwabenland. Bis 2004 hielt er in 129 Bundesligapartien die Knochen für den VfB hin (elf Tore), dann folgte der Wechsel zu den "Königsblauen". An die Zeit im Ländle erinnert sich Bordon gern, immerhin war er dort mit einer ähnlich jungen Mannschaft wie den "Knappen" sehr erfolgreich. Auch das aktuelle Team des Champions-League-Achtelfinalisten bewertet er stark. "Das wird am Freitag ganz schwierig für uns", prognostiziert Bordon, denn "der VfB ist im Spiel nach vorne sehr schnell". Angst vor seinem ehemaligen Arbeitgeber hat er aber nicht. "Wir sind gut vorbereitet und spielen zuhause", sagt der Brasilianer,

Felix Magath

Auch den Meistercoach holt am Freitag seine Vergangenheit ein. Von Februar 2001 bis Sommer 2004 trainierte er die Schwaben, rettete sie erst vor dem Abstieg und zog später mit den "Jungen Wilden" sogar in die "Königsklasse" ein. "Stuttgart war meine bisher längste Trainerstation. Persönlich brachte die Zeit für mich sozusagen eine Neuausrichtung als Trainer mit sich. Ich kam mit dem Image des Feuerwehrmannes. Beim VfB habe ich dann erstmals die Doppelfunktion Trainer/Manager ausgeübt und erinnere mich sehr gerne an die erfolgreiche Zeit zurück", sagt Magath, der für Freitag eine "hohe Hürde" erwartet: "Keine Frage, das Spiel wird sehr schwierig, schließlich ist der VfB die zweitbeste Rückrundenmannschaft und haben nicht nur am vergangenen Wochenende in Bremen gezeigt, wie stark sie auch auswärts sind."



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