Der Schalker Benedikt Höwedes hat den deutschen Nachwuchskickern den Traum von der EM-Teilnahme doch noch erfüllt.

Nach dem 1: 1 im Hinspiel setzte sich die U21-Nationalmannschaft durch ein Tor des Innenverteidigers in der 90. Minute mit 1:0 (0:0) im Play-off-Rückspiel in Frankreich durch und sicherte sich damit das Ticket für die Endrunde 2009 in Schweden.

Höwedes traf nach einer Flanke von Mesut Özil im Nachschuss. Zuvor hatte sein Schalker Vereinskollege Manuel Neuer im Tor mit mehreren Glanzparaden einen Rückstand verhindert.

Franzosen dominant

Vor 16.000 Zuschauern im Stade Saint-Symphorien, darunter DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, erwischte die deutsche Mannschaft einen schlechten Start. Vor allem in der Defensive hatte die Elf von Eilts, der auf die verletzten A-Nationalspieler Sami Khedira (Sprunggelenk) und Marko Marin (Wade) verzichten musste, große Probleme.

Die Equipe Tricolore verbuchte durch Loic Remy (5., 17.) und Jeremy Menez (8.) drei hochkarätige Chancen. Die Gäste hatten es Torwart Neuer zu verdanken, dass sie nicht in früh in Rückstand lagen.

Trainer-Vorgaben nicht umgesetzt

Auch im Anschluss an die Anfangsoffensive dominierten die Gastgeber weiter die Partie. Die Mannschaft von Eilts, der seine Startformation im Vergleich zum Hinspiel auf drei Positionen verändert hatte, leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau. Dazu kamen offensichtliche Nachteile in der Schnelligkeit gegenüber den bissiger wirkenden Franzosen.

Von der Umsetzung der Trainer-Vorgabe waren die Deutschen in der ersten Hälfte allerdings weit entfernt. Erst in der 32. Minute erarbeitenen sich die Gäste ihre erste Möglichkeit, die Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg vergab. Nur drei Minuten später waren die Franzosen der Führung wieder sehr nahe, der eingewechselte Yohan Benalouane traf aber nur die Latte.

Neuer stark

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Deutschen ein wenig. Bis zur ersten echten Gelegenheit durch Dejagah verging aber wieder eine knappe Viertelstunde (58.). Obwohl sich das Eilts-Team eine optische Überlegenheit erarbeitete, fehlte es weiterhin an der Durchschlagskraft.

In der 70. Minute versuchte Eilts, das lahmende Offensivspiel durch die Einwechslung von Jungstar Toni Kroos von Rekordmeister Bayern München zu beleben. Die Maßnahme blieb aber zunächst ohne Erfolg. Vielmehr verhinderte Neuer mit drei Paraden in der Schlussphase eine Führung der Franzosen.