Rutten (h.) und Müller sind sich einig: "Wir brauchen positive Ergebnisse"
Rutten (h.) und Müller sind sich einig: "Wir brauchen positive Ergebnisse"
Bundesliga

Schalke zieht's nach oben

Es ist die Zeit der Respektsbekundungen. Das sagt Fred Rutten über Bayer: "Leverkusen ist eine gute Mannschaft, die viele Tore schießt. Von der Nummer 1 bis zur 20 im Kader haben sie ein starkes Team, das nur schwer auszurechnen ist."

Und das sagt Bruno Labbadia über die Schalker: "Sie zählen ganz klar zu den drei Topmannschaften in Deutschland. Sowohl in der Spitze als auch in der Breite haben sie einen super Kader."

In der Summe wird daraus das Spitzenspiel des 13. Bundesliga-Spieltags: Leverkusen gegen Schalke (Sa., ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), Erster gegen Sechster.

Wieder Schlagdistanz herstellen

Rutten hofft, dass sich seine Mannschaft in Leverkusen die Punkte zurückholt, die sie am vergangenen Spieltag gegen den FC Bayern vergeben hat: "Leverkusen steht ganz oben. Da können wir zeigen, dass wir nicht nur fußballerisch gut drauf sind, sondern auch wichtige Ergebnisse erzielen können."

Manager Andreas Müller pflichtet bei: "Wir sehen eine Entwicklung, aber wir brauchen positive Ergebnisse. Mit einem Sieg können wir wieder Schlagdistanz zu den Spitzenclubs herstellen."

Rutten hat die Qual der Wahl

Die Schalker sehen mehrere Gründe für Optimismus. "In den letzten Tagen haben wir sehr gut trainiert, da wir erstmals seit August keine englische Woche hatten", berichtet Rutten. Körperlich sei man deshalb voll auf der Höhe, um in Leverkusen etwas Zählbares zu erreichen.

Zudem gibt es durchaus gute Erfahrungen mit Spielen gegen Spitzenreiter. "Als wir vor ein paar Wochen beim Hamburger SV antreten mussten, waren sie auch Tabellenführer. Trotzdem haben wir ein gutes Spiel gemacht und unentschieden gespielt", so Rutten.

Neben der guten Trainingswoche stimmt Schalkes Trainer eine weitere Tatsache optimistisch: Bis auf Levan Kenia sind alle fit.

Pander wieder im Kader

Auch Christian Pander steht nach überwundenen Wadenproblemen ebenso wie Orlando Engelaar nach abgelaufener Rot-Sperre wieder zur Verfügung.

Ein Einsatz von Kevin Kuranyi, der am Donnerstag das Training mit Beschwerden etwas früher als der Rest des Teams beenden musste, ist nicht gefährdet. Rutten: "Ich habe von unserem Doc ein positives Signal bekommen, dass nichts gerissen ist."

3:3 gegen Karlsruhe aufgearbeitet

Die Statistik spricht am Samstag allerdings klar für Leverkusen: Nur fünf der vergangenen 20 Duelle konnten die Schalker gegen Bayer gewinnen. Und Bayer ist auch aktuell gut drauf: Leverkusen holte aus den zurückliegenden fünf Spielen 13 von 15 möglichen Punkten.

Das bittere 3:3 nach klarer 3:0-Führung gegen Karlsruhe hat Leverkusen laut Labbadia aufgearbeitet. "Die Mannschaft weiß, was sie richtig gemacht hat und was falsch", sagt der Trainer.

Labbadia: Mannschaft hat Kredit

Kaum war dieses Thema am Dienstag zu den Akten gelegt, gab es am Mittwoch aber neuen Grund sich zu ärgern. In einem Trainingszweikampf verletzte sich Pirmin Schwegler am rechten Knie und wird den Rest der Hinrunde aufgrund eines Innenbandrisses fehlen.

Doch selbst wenn Schwegler zur Verfügung stünde, an der Startformation würde sich wohl nichts ändern. Labbadia: "Ich verliere nicht meinen Glauben an die Mannschaft, nur weil sie eine Halbzeit nicht so gut gespielt hat. Diesen Kredit hat sie sich in den vergangenen Wochen erarbeitet. Ich bin von meinen Spielern überzeugt."

So könnten sie spielen:

Bayer 04 Leverkusen: Adler - Castro, Henrique, Friedrich, Kadlec - Rolfes - Renato Augusto, Vidal, Barnetta - Kießling, Helmes.

Schalke 04: Neuer - Rafinha, Westermann, Bordon, Pander - Jones - Ernst, Engelaar - Farfan, Kuranyi, Altintop.