Schalke 04 hat zum vierten Mal das Finale im Premiere-Ligapokal erreicht.

Der Sieger von 2005 gewann im Halbfinale beim 1. FC Nürnberg verdient mit 4:2 (3:1) und trifft am Samstag in Leipzig auf den Gewinner des Duells zwischen Meister VfB Stuttgart und Bayern München.

Für Pokalsieger Nürnberg verlief dagegen der Premiere-Ligapokal zweieinhalb Wochen vor dem Start der Fußball-Bundesliga nicht wie gewünscht.

"Wir haben heute gegen eine in fast allen Belangen bessere Schalker Mannschaft berechtigt verloren", sagte Nürnbergs Hans Meyer.

Kuranyi überragend

Robert Vittek hatte den Club zunächst mit 1:0 in Führung gebracht. Doch innerhalb von nur sieben Minuten drehte der Vizemeister noch vor der Pause das Spiel. Nach dem Ausgleich durch Levan Kobiaschwili (38.) trafen Fabian Ernst (43.) und Peter Lövenkrands (45.) zum 3:1-Pausenstand.

"Dass wir vor der Pause so zurückkehren, war nicht zu erwarten", so Schalke-Coach Mirko Slomka.

An allen drei Schalker Treffern war der äußerst engagierte und starke Nationalspieler Kevin Kuranyi, der beim Sieg im Viertelfinale des Premiere-Ligapokal gegen Karlsruhe (1:0) noch gefehlt hatte, als Vorlagengeber beteiligt. Der Angreifer war der Aktivposten und hatte mit fünf Versuchen die meisten Torschüsse auf dem Platz.

Das 4:1 erzielte Heiko Westermann in der 58. Minute, ehe noch einmal Vittek (73.) für die Gastgeber traf. Vittek probierte weitere drei Mal Schlussmann Manuel Neuer zu überwinden.

Nürnberg mit toller Kombination

Nach einem derart klaren Erfolg der Königsblauen hatte es im Duell der Altmeister zunächst nicht ausgesehen. Nürnberg wirkte entschlossener und zielstrebiger, auch wenn es im Spiel der Truppe von Hans Meyer einige Fehler gab.

Belohnt wurden die Nürnberger Bemühungen durch den Treffer von Vittek, der eine schöne Kombination über die Neuzugänge Angelos Charisteas und Zvjezdan Misimovic mit einem überlegten Flachschuss abschloss.

Seltenheitswert

Doch in der Folgezeit versäumten es die Gastgeber nachzusetzen und wurden dafür auch bestraft. Vor allem Kuranyi sorgte mit seinen Aktionen immer wieder für Unruhe in der Nürnberger Defensive, die sich im Gegensatz zur vergangenen Saison keineswegs sattelfest präsentierte.

Dass Nürnberg vor der Pause drei Tore im eigenen Stadion kassierte, hatte Seltenheitswert. Dies passierte zuletzt vor fünf Jahren.

17 Schalker Torschüsse

Nach dem Wechsel war Schalke mit der sicheren Führung im Rücken über weite Strecken spielbestimmend. Die Nürnberger hatten sogar Glück, dass das Ergebnis bei weiteren Chancen durch Christian Pander und Kuranyi nicht noch höher ausfiel.

Der Beleg für die klare Überlegenheit: Die Schalker schossen 17 Mal auf das gegnerische Tor und zogen so verdient ins Finale ein.

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