München - Über mangelnde Arbeit kann sich Horst Heldt dieser Tage nicht beklagen. Der Manager des FC Schalke 04 soll den Vertrag mit Torjäger Klaas-Jan Huntelaar vorzeitig verlängern, Weltstar Raul von einem weiteren Engagement überzeugen und muss gleichzeitig die Personalkosten reduzieren.

Mit einem Sieg am Samstag (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) gegen Bayer Leverkusen könnten ihm die Profis helfen, denn zusätzliche Millionen aus der Champions League könnte Heldt bei seinem Spagat zwischen Spar- und Starkurs gut gebrauchen.

"Wäre ein großer Schritt"



Zehn Punkte Vorsprung haben die "Königsblauen" auf die "Werkself", Platz 4 wäre bei einem "Dreier" gegen den Tabellenfünften so gut wie sicher. "Es wäre ein sehr großer Schritt nach vorne", sagte Heldt: "Aber wir können die Champions-League-Teilnahme noch nicht planen, denn dazu müssten wir Dritter werden." Borussia Mönchengladbach hat derzeit mit einem Punkt Vorsprung noch das Direkt-Ticket für die "Königsklasse" in der Hand.

Allerdings könnten die Schalker als Vierter mit einem leichteren Gegner in der Qualifikation rechnen, weil sie nach dem Einzug ins Champions-League-Halbfinale in der vergangenen Saison zu den gesetzten Teams gehören.

"Das müssen wir anerkennen"



Zusatzeinnahmen aus der Champions League hat Bayer Leverkusen schon abgeschrieben. "Dass die vier Mannschaften vor uns in diesem Jahr besser sind als wir, müssen wir anerkennen", sagte Trainer Robin Dutt. Nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen mit zwölf Gegentoren richtet sich der Blick beim Vize-Meister nach unten. "Wir müssen gute Leistungen bringen, wenn wir das tun, werden wir Platz 5 erreichen", fügte Dutt an.

Dass durch den Einzug von Bayern München und Borussia Dortmund ins DFB-Pokal-Finale ein zusätzlicher Europapokalplatz in der Bundesliga zur Verfügung steht, will Dutt nicht als Absicherung sehen. "Es kann nicht unser Anspruch sein, durchzuatmen nach dem Motto: Wir haben jetzt einen Platz mehr", sagte Dutt, "wenn wir Platz 7 als doppelten Boden betrachten, dann bricht er sehr schnell durch."

Höwedes und Metzelder fehlen weiterhin



Gegen die "Werkself" muss Stevens weiterhin auf Benedikt Höwedes und Christoph Metzelder (beide Muskelfaserriss) verzichten. Marco Höger und Jose Manuel Jurado, die zuletzt in Kaiserslautern angeschlagen nicht im Kader standen, trainierten indes wieder mit dem Team.

Auch die Bayer 04-Profis Renato Augusto und Stefan Kießling haben die Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag ohne Probleme absolviert. Der Brasilianer hatte im Laufe der Woche teilweise mit dem Training ausgesetzt, weil sein Rücken zwickte. Über Schmerzen an der Gesäßmuskulatur hatte Kießling geklagt und verzichtete ebenso wie Renato Augusto vorsichtshalber auf die Übungseinheit am Mittwoch. Beide können am Samstag spielen.



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