München - Der Titelverteidiger präsentiert sich in Torlaune. Auch Köln und Düsseldorf ziehen ungefährdet in die 2. Runde ein. Mainz hingegen hat reichlich Mühe. bundesliga.de präsentiert die Spiele vom Sonntagabend in der Übersicht.

FC Teningen - FC Schalke 04 1:11 (1:6)

Titelverteidiger Schalke 04 hat im Duell David gegen Goliath ein Schützenfest gefeiert und ist souverän in die 2. Pokalrunde eingezogen. Das Team von Coach Ralf Rangnick löste seine Pflichtaufgabe beim 11:1 (6:1) gegen den Landesligisten FC Teningen in Freiburg und gab sich dabei nicht den Hauch einer Blöße. Vierfachtorschütze Klaas-Jan Huntelaar (3./22./39./64.) sowie Kyriakos Papadopoulos (7.), Regisseur Raul (13./32.), Lewis Holtby (58/75.) und Mario Gavranovic (70./79.) besiegelten vor 21.000 Zuschauern den Kantersieg. Den Ehrentreffer für den südbadischen Landespokalsieger erzielte Florian Kirstein (20.).

Der Außenseiter aus der siebten Liga, der als klassentiefster Club die 1. Hauptrunde erreicht hatte, war gegen die eigenen Idole von Beginn an völlig überfordert. Teningens Stürmer Pascal Stadelmann und vier weitere Spieler hatten noch im April das legendäre Viertelfinal-Hinspiel der Schalker in Mailand (5:2) besucht. Vor allen Dingen bei Standards und der Strafraum-Beherrschung machte sich der Qualitätsunterschied deutlich bemerkbar. Die ersten beiden Schalker Treffer durch die einzige Sturmspitze Huntelaar sowie Innenverteidiger Papadopoulos fielen nach einem Freistoß beziehungsweise einer Ecke - jeweils per Kopf.

Chancen für den Pokalsieger, bei dem drei Neuzugänge in der Startelf standen, gab es quasi im Minutentakt. Teningen kam nur zu einzelnen Entlastungsangriffen. Beim Gegentor war der 21-Jährige Schalker Keeper Lars Unnerstall machtlos: Nach einem Freistoß von Teningens Spielmacher Angelo Saggiomo gelang Florian Kirstein der vielumjubelte Ehrentreffer. In der Folge zogen die Schalker das Tempo an und sorgten bereits bis zur Halbzeit für die Entscheidung. Nach dem Wechsel schaltete der Favorit einen Gang zurück.


SVN Zweibrücken - 1. FSV Mainz 05 1:2 n.V. (0:0, 0:0)

Der 1. FSV Mainz 05 hat drei Tage nach dem mäßigen Europa-League-Auftakt eine Blamage in der 1. Runde des DFB-Pokals nur mit viel Glück verhindert. Gegen den rheinland-pfälzischen Oberligisten SVN Zweibrücken kam der Bundesliga-Fünfte der Vorsaison erst in der Verlängerung zu einem mühsamen 2:1 (0:0)-Erfolg. Die Mainzer Tore erzielten der Kroate Petar Sliskovic (95.) und Sami Allagui (115.). Nach dem Anschlusstreffer durch Stefan Maul (116.) mussten die Gäste, die nach der Gelb-Roten Karte gegen Radoslav Zabavnik seit der 88. Minute in Unterzahl agierten, sogar noch mal zittern. In der Nachspielzeit verpasste Maul den Ausgleich mit seinem Schuss aus halbrechter Position nur knapp.

FSV-Trainer Thomas Tuchel hatte sein Team gegenüber dem enttäuschenden 1:1 am Donnerstagabend gegen CS Gaz Metan Medias gleich auf acht Positionen verändert. Nur Mittelfeldspieler Zoltan Stieber sowie die Innenverteidiger Nico Bungert und Bo Svensson standen erneut in der Anfangsformation. Im Tor hatte diesmal Christian Wetklo den Vorzug erhalten, der mit Heinz Müller noch um den Stammplatz zwischen den Pfosten kämpft. Müller hatte am Donnerstag gepielt, Wetklo darf am kommenden Donnerstag im Rückspiel in Siebenbürgen ran.

Wie schon über weite Strecken in der Europa League taten sich die Mainzer vor allem im Spiel nach vorne schwer. Das Fehlen der Jung-Nationalspieler Andre Schürrle (nach Leverkusen) und Lewis Holtby (nach Schalke) konnte die Mannschaft nicht kompensieren. Bis auf einen Pfostenschuss von Stieber schon nach sechs Minuten brachte der Bundesligist lange nicht viel zustande.


SC Wiedenbrück - 1. FC Köln 0:3 (0:2)

Der 1. FC Köln hat die Auftakthürde im DFB-Pokal ohne Mühe gemeistert und mit einem standesgemäßen 3:0 (2:0) über den Regionalligisten SC Wiedenbrück die zweite Runde erreicht. Doppeltorschütze Milivoje Novakovic (23. und 45.) sowie Mato Jajalo (78.) sicherten dem neuen Trainer Stale Solbakken einen gelungenen Einstand.

Im Gütersloher Heidewaldstadion, in das der Gastgeber eigens für diese Partie umgezogen war, nahmen die "Geißböcke" von Beginn an das Heft in die Hand. Die Ostwestfalen versteckten sich allerdings nicht und spielten anfangs gut mit. Nach ausgeglichener Anfangsphase dominierten aber die Domstädter mehr und mehr die insgesamt einseitige Partie.

Die Führung für den Favoriten fiel durch ein Abstauber-Tor: Torwart Sebastian Lange wehrte einen Schuss von Podolski zur Mitte ab, Novakovic drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Die Vorentscheidung gelang schon mit dem Pausenpfiff, als Novakovic nach Flanke von Podolski mit dem Kopf zum 2:0 traf. Im zweiten Durchgang verwaltete Köln lange Zeit nur das Ergebnis, ehe Jajalo zu Beginn der Schlussphase per Flachschuss auf 3:0 erhöhte.


Hessen Kassel - Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1)

Fortuna Düsseldorf steht im DFB-Pokal erstmals seit zwölf Jahren wieder in der 2. Runde. Der Pokalsieger von 1979 und 1980 setzte sich beim viertklassigen Regionalligisten Hessen Kassel mit 3:0 (1:0) durch. Die Treffer für die Mannschaft von Trainer Norbert Meier gegen den erstmals seit 1991 wieder für die 1. Runde qualifizierten Ex-Zweitligisten erzielten Thomas Bröker (25.), Sascha Rösler (80.) und Oliver Fink (86.).

Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten war Düsseldorf vor 14. 850 Zuschauern zunächst die tonangebende Elf. Der frühere Europacup-Finalist nutzte seine Überlegenheit auch zur Führung. Danach kamen die Hausherren besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich, ohne sich jedoch zwingende Chancen herauszuspielen. Im zweiten Abschnitt agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe, allerdings blieben weitere Torgelegenheiten weitgehend Mangelware.