Bayer Leverkusen und Werder Bremen stehen im Finale des DFB-Pokales. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen zu den beiden Halbfinalspielen.

Hamburger SV - Werder Bremen 2:4 n.E.

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Wir haben gekämpft bis zum Ende und haben das mit zehn Mann nicht schlecht gemacht. Im Elfmeterschießen waren die Spezialisten wie Petric, Jarolim und Guerrero schon draußen. Vielleicht hätte ich einen Elfmeter nehmen sollen. Wir haben uns viel über Flanken erhofft, aber hatten vorne keine Anspielpunkte.

Guy Demel (HSV): Der Dank gilt unseren Fans. Sie haben uns über diese 120 Minuten getragen. Es war bestimmt kein tolles Spiel von uns, aber wir haben alles aus uns heraus geholt und so die Chance auf ein Weiterkommen lange offen gehalten. Auch wenn die Enttäuschung groß ist, haben wir weitere wichtigen Aufgaben vor uns und darauf werden wir uns jetzt konzentrieren.

Joris Mathijsen (HSV): Wir sind leider erst sehr spät in dieses Pokalspiel reingekommen und mussten dann noch über 30 Minuten mit zehn Mann durchhalten. Es ist natürlich sehr bitter im eigenen Stadion auszuscheiden, aber wir können in dieser Saison immer noch etwas erreichen. Ich hoffe, wir erholen uns von dieser Pokalnacht schnell und können dann mit neuem Schwung wieder angreifen.

Piotr Trochowski (HSV): Wir haben eine großen Aufwand betrieben und sind dafür nicht belohnt worden. Wir waren knapp dran und es tut mir für unsere Fans besonders leid. Unser Traum vom Finale in Berlin ist in diesem Jahr leider geplatzt.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): In Pokalspielen haben wir immer ein klares Ziel vor Augen. Da setzt sich die Mannschaft hervorragend durch. Bei der Roten Karte hatte ich einfach Angst um Mesut Özil, alles andere ist mir egal.

Geschäftsführer Klaus Allofs (Werder Bremen): Das sind Spiele, die nicht gesund sind für das Herz und für die Stimme. Hier war viel Positives drin: Auswärtssieg, in Hamburg, verbunden mit dem Einzug in ein Finale. Das Team hat seine Qualität, seinen Charakter gezeigt. Es war auch Glück dabei, aber das hat sich die Mannschaft erarbeitet.

Clemens Fritz (Werder Bremen): Was hier abging war alles, was man sich von so einem Derby erwartet. Beide Teams spielten auf Sieg, verlangten sich alles ab. Viel Kampf, viele Chancen, Rote Karte - alles drin. Am Ende haben wir uns mit unserem absoluten Willen durchgesetzt. Man konnte spüren, welchen Stellenwert dieser Finaleinzug für uns gehabt hat. Wir haben einiges in der Liga liegen gelassen und konnten jetzt damit einiges ausgleichen. Wir wollen diesen Pokal holen. In die nächsten Spiele gegen den Hamburger SV und ins Finale gehen wir mit extrem viel Selbstvertrauen.

Torsten Frings (Werder Bremen): Wir standen in der Defensive richtig gut und haben nach vorn trotzdem Druck gemacht. Wir waren über die gesamte Strecke des Spiels das bessere Team und hatten mehr Spielanteile. Wenn wir nicht dieses blöde Gegentor bekommen hätten, hätten wir auch schon nach 90 Minuten hier als Sieger vom Platz gehen müssen. So hat das Spiel unheimlich Kraft gekostet. Und wir haben eine Vorahnung bekommen, was uns jetzt noch gegen den HSV erwartet. Dieses Pokal-Feeling erwartet uns uns jetzt noch ein paar Mal.


Bayer Leverkusen - 1. FSV Mainz 05 4:1 n.V.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Entscheidend für uns war, dass wir eine Riesenmoral gezeigt haben. Uns hatte einfach das Tor gefehlt, das wir dann kurz vor Schluss gemacht haben. Da dachten wir natürlich, das Spiel ist erledigt. Beim Gegentor haben wir gedacht, dass der Schiedsrichter abpfeift. Die Mannschaft und wir waren sehr aufgebracht. Mainz war ein sehr gut organisierter Gegner und es bestand immer die Gefahr von Kontern. Das Problem war, dass es uns schwer gefallen ist, Räume aufzutun.

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): Die Mannschaft hat nie nachgelasen und sich den Sieg verdient.

Manuel Friedrich (Abwehrspieler Bayer Leverkusen): Das haben sich alle gewünscht, für jeden Spieler etwas Besonderes.

Simon Rolfes (Kapitän Bayer Leverkusen): Für eine junge Mannschaft ist es wichtig, so ein K.o.-Spiel zu gewinnen.

Trainer Jörn Andersen (1. FSV Mainz 05): Wir sind durch ein Zufallstor zurückgekommen und hatten eine kleine Hoffnung, dass wir das 1:1 vielleicht halten können. Aber Leverkusen war einfach cleverer und uns sind die Kräfte ausgegangen, weil wir offensiv gewechselt haben. Bei den Toren haben wir einfach geschlafen.