Zusammenfassung

  • Der VfL Wolfsburg feierte seinen fünften Sieg in Folge beim SC Freiburg.

  • Daniel Didavi schnürte den vierten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere, den ersten im VfL-Dress.

  • Nils Petersen leistete sich bei seinem sechsten Strafstoß dieser Bundesliga-Saison seinen ersten Fehlschuss.

Freiburg - Der VfL Wolfsburg hat im sechsten Versuch den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia gefeiert - und gleich einen enorm wichtigen. Durch das 2:0 (1:0) beim SC Freiburg verkürzten die Wölfe den Rückstand auf die im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga unmittelbar vor ihnen liegenden Breisgauer auf einen Punkt. Daniel Didavi war mit einem Doppelpack der Matchwinner (2./83.), Freiburgs Topstürmer Nils Petersen scheiterte in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt (90.+4) an VfL-Torwart Koen Casteels.

FANTASY HEROES: Daniel Didavi (18 Punkte), William (13), Paul Verhaegh (11)

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Die Gäste ließen in den ersten Minuten keinen Zweifel daran, ihre gute Serie in Freiburg (zuletzt vier Siege in Folge) fortsetzen zu wollen. Didavi traf nach einer missglückten Abwehraktion von Manuel Gulde aus gut 20 Metern. Im Anschluss machten die Wölfe aber nur das Nötigste und strahlten im Verlauf der ersten Halbzeit keinerlei Torgefahr mehr aus.

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Mit dem ersten Torschuss bringt Daniel Didavi den VfL Wolfsburg nach nur zwei Minuten in Front
Mit dem ersten Torschuss bringt Daniel Didavi den VfL Wolfsburg nach nur zwei Minuten in Front © imago / Sportfoto Rudel

Freiburg hingegen blieb vom Rückstand nicht lange beeindruckt. Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion bestimmte das Team von Trainer Christian Streich, das daheim zuletzt zweimal hintereinander verloren hatte, zunächst das Spiel - allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Im Angriff fehlte die Präzision. 

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Ein Erfolgserlebnis hatte der SC schon am Freitag gefeiert: Das DFB-Bundesgericht annullierte die Gelb-Rot-Sperre gegen Toptorjäger Petersen aus dem Spiel bei Schalke 04 am vergangenen Wochenende (0:2). Der 29-Jährige, bis zum Anpfiff an 54 Prozent der Freiburger Saisontore beteiligt (13 Treffer, eine Vorlage), war damit spielberechtigt. Streich verzichtete gänzlich auf personelle Wechsel.

"Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Das war ein wichtiger Schritt, aber nicht mehr." Daniel Didavi

Sein Gegenüber Labbadia veränderte seine Startelf dagegen auf drei Positionen. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger Paul Jaeckel feierte sein Bundesliga-Debüt. Im Verlauf der ersten Halbzeit hatte die neue Wölfe-Abwehr aber recht wenig Mühe mit den Freiburger Angriffen. Petersen lief sich häufig fest, zudem suchte der Sport-Club zu oft den Weg durch die Mitte gegen die kompakte VfL-Innenverteidigung. 

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Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Wölfe zunächst leicht überlegen, aber auch dem Labbadia-Team fehlten die Ideen in der Offensive. Freiburg hatte die verhaltenen Angriffsbemühungen zunächst gut im Griff, vor dem VfL-Tor zielte Vincent Sierro einen Meter zu hoch (56.). Doch dann narrte der kurz zuvor eingewechselte Divock Origi erst Freiburgs Verteidiger Caglar Söyüncü an der Grundlinie, seine präzise Hereingabe verwertete Didavi per Direktabnahme. 

"Das ist bitter. Manchmal entscheiden einfach Nuancen" Nils Petersen

In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal hektisch: Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten auf Elfmeter für den SC Freiburg, Robin Knoche hatte den Ball mit der Hand berührt. Der sonst vom Punkt so sichere Petersen vergab gegen Casteels den möglichen Anschlusstreffer – der Belgier parierte den schwach geschossenen Strafstoß.

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Spieler des Spiels: Daniel Didavi

Daniel Didavi gab zwei Torschüsse ab, beide waren drin. Mit dem vierten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere, dem ersten im VfL-Dress, beendete er Wolfsburg Negativserie.

Bilder des Spiels

Früher Jubel: Wolfsburg geht bereits in der 2. Spielminute in Führung
Früher Jubel: Wolfsburg geht bereits in der 2. Spielminute in Führung © gettyimages / Alex Grimm
Feiert in Freiburg sein Bundesliga-Debüt: Wolfsburgs Abwehrspieler Paul Jaeckel
Feiert in Freiburg sein Bundesliga-Debüt: Wolfsburgs Abwehrspieler Paul Jaeckel © imago / Achim Keller
Nach dem frühen Gegentor dominiert Freiburg um Abwehrspieler Caglar Söyüncü die Partie
Nach dem frühen Gegentor dominiert Freiburg um Abwehrspieler Caglar Söyüncü die Partie © imago / Achim Keller
Das 2:0 durch Didavi bereitet Joker Divock Origi mustergültig vor
Das 2:0 durch Didavi bereitet Joker Divock Origi mustergültig vor © imago / Achim Keller