Zusammenfassung

  • Freiburg feierte in seiner Bundesliga-Geschichte gegen keinen anderen Verein so viele Siege wie gegen Schalke (14).

  • In den ersten 45 Minuten musste Ralf Fährmann keinen Torschuss der Freiburger abwehren. Nach dem Seitenwechsel bekam dann sein Gegenüber Schwolow keinen Schuss der Schalker auf sein Gehäuse.

  • Erst zum zweiten Mal in der Vereinshistorie verlor Schalke die ersten fünf Spiele einer Bundesliga-Saison; zuvor vor zwei Jahren unter Markus Weinzierl.

Freiburg - Der SC Freiburg hat nach dem sensationellen 3:1 gegen den VfL Wolfsburg am Wochenende gegen denFC Schalke 04 nachgelegt. Durch das Tor von Florian Niederlechner gewann der Sport-Club nach leidenschaftlichem Engagement knapp mit 1:0 (0:0). Die Schalker sind hingegen auch im fünften Spiel in Folge ohne Punkt. So schlecht waren die Königsblauen bislang nur einmal - vor zwei Jahren - gestartet.

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FANTASY HEROES: Christian Günter (15) / Florian Niederlechner (11) / Nils Petersen, Matija Nastasic (je 9)

Florian Niederlechner (52.) traf für Freiburg und stellte die Partie damit ein wenig auf den Kopf. Denn zuvor hatten Hamza Mendyl (41.) und der Ex-Freiburger Daniel Caligiuri (45.+2) den Pfosten für die Schalker getroffen, die in ihrem nächsten Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 nun noch mehr unter Zugzwang stehen

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Tedesco hatte vor dem Anpfiff alles versucht und seine Startelf im Vergleich zur jüngsten Pleite gegen Bayern München (0:2) auf sechs Positionen umgekrempelt, unter anderem saßen Abwehrchef Naldo und Millionen-Neuzugang Sebastian Rudy nur auf der Bank. Zudem strich der Coach den argentinischen Angreifer Franco Di Santo als Folge der verbalen Auseinandersetzung komplett aus dem Kader.

Schalke mit einem schnellen Tor, aber Cedric Teuchert stand zuvor im Abseits
Schalke mit einem schnellen Tor, aber Cedric Teuchert stand zuvor im Abseits © imago / Beautiful Sports

Die personellen Wechsel, gepaart mit einer taktisch deutlich offensiveren Ausrichtung, erbrachten zunächst allerdings keinen Ertrag. Zwar erzielte Cedric Teuchert mit der ersten Chance der Partie einen Treffer (6.), der wurde wegen einer Abseitsstellung nach Ansicht der Videobilder aber wieder aberkannt.

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"Wir haben leidenschaftlich verteidigt. Es ist aber auch so, dass wir heute das nötige Glück hatten." Christian Streich (SC Freiburg)

Das gelang den Gästen nur bedingt. In den Ansätzen sahen die Angriffe zwar vielversprechend aus, im letzten Drittel des Spielfelds wurden die Bälle aber zu ungenau in die Spitze oder zu häufig quer gespielt. Das ermöglichte den Freiburgern Kontermöglichkeiten, die dank des pfeilschnellen Umschaltens auch oft in Abschlüssen resultierten.

"Wir geben auf dem Platz alles. Aber ss ist zur Zeit total verhext, wir haben richtig Pech." Ralf Fährmann (FC Schalke 04)

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Offenbar aufgrund dieser Gefahr zügelten die Schalker ihre Angriffe nach einer guten halben Stunde und waren wieder mehr auf die defensive Stabilität bedacht. Das hatte zur Folge, dass Qualität und Tempo der Partie abnahmen und erst die beiden Pfostenschüsse kurz vor der Halbzeit wieder Aufsehen erregten.

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Die Freiburger kamen besser aus der Kabine und wurden mit dem Abstauber von Niederlechner prompt belohnt. Vorausgegangen war ein Torwartfehler von Ralf Fährmann, der den strammen Fernschuss von Christian Günter unglücklich in Niederlechners Füße abwehrte.

SID

Spieler des Spiels: Florian Niederlechner

Florian Niederlechner jubelte gegen seinen Lieblingsgegner Schalke über sein erstes Saisontor. In drei Bundesliga-Partien gegen Schalke traf er jetzt vier Mal, doppelt so oft wie gegen jeden anderen Gegner. Der Stürmer gewann zudem starke 53 Prozent seiner Zweikämpfe.

Schalkes Hamza Mendyl setzt sich gegen Pascal Stenzel durch
Schalkes Hamza Mendyl setzt sich gegen Pascal Stenzel durch © imago / Jan Huebner
Nach dem Fehler von Fährmann muss Niederlechner nur noch den Fuß hinhalten
Nach dem Fehler von Fährmann muss Niederlechner nur noch den Fuß hinhalten © imago / Jan Huebner