München - Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer hat vor dem Endspiel im DFB-Pokal am Samstag gegen Borussia Dortmund (ab 19:30 Uhr im Live-Ticker) vehement den Teamgeist beschworen.

"Jeder muss bereit sein, im leistungssportlichen Sinne für den anderen zu sterben. Die Basiselemente werden sehr, sehr wichtig sein, wir müssen auch eine gewisse Bescheidenheit ins Spiel bringen", sagte der 46-Jährige am Mittwoch.

Pokalsieg für "eine sehr gute Saison" nötig

Das Team von Trainer Pep Guardiola benötige für einen Sieg "ein perfektes Umkehrspiel in beide Richtungen und ein starkes Zweikampfverhalten", betonte Sammer. Dazu müsse dann die individuelle Klasse kommen. Es werde auf Details ankommen, taktisch aber wohl keine Überraschungen geben. Wer die Favoritenrolle inne habe, interessiere Sammer nicht. "Wir brauchen eine Topleistung."

Bei den zuletzt nur selten überzeugenden Auftritten des Rekordmeisters (Meisterseite 2014) seien "ein paar Dinge nicht so besonders" gelaufen. Sammer wolle aber die Defizite "nicht in den Mittelpunkt" stellen. Er betonte nochmals, dass mit dem Pokalerfolg aus "einer guten Saison, eine sehr gute" werden könne (alle Bundesliga-Ergebnisse des FCB). Schon jetzt habe der FC Bayern allerdings in dieser Spielzeit "Rekorde für die Ewigkeit" aufgestellt.

Das Finale in Berlin, verdeutlichte Sammer, habe überdies für die zuküntige personelle Planung eine große Bedeutung. "Das Endspiel ist ein Teil einer Gesamtanalyse, deshalb gab es auch noch keine Entscheidungen. Samstag ist ein wichtiger Bestandteil dafür, wie sich jeder Einzelne in die Gruppe einbringt", sagte er.

Bangen um Ribery und Schweinsteiger

Deshalb sei es aus Sammers Sicht auch völlig unerheblich, ob Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger oder der wiedergenesene Thiago auflaufen könnten. "Das sind alles Weltklassespieler. Aber für Samstag spielt es keine Rolle, ob sie 20 oder 30 Minuten zur Verfügung stehen." 

Ribery wird wohl keine Alternative für die Startformation sein. "Ich fühle mich gut, aber 90 Minuten könnten schwierig werden", sagte der französische Superstar am Mittwoch. Wegen Rückenproblemen war er zuletzt ausgefallen, seit Dienstag trainiert er jedoch wieder mit der Mannschaft.

Bei Schweinsteiger, der am Samstag gegen Stuttgart (1:0) wegen einer Reizung der Patellasehne ausgewechselt wurde, müsse man weiter "von Tag zu Tag schauen", sagte Sammer. Bayerns Vize-Kapitän Schweinsteiger hat bislang nicht mit der Mannschaft trainiert. "Pep Guardiola und Bastians Gesundheitszustand entscheiden", fügte Sammer an.