Bremen - Werder Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl fällt nach einer Operation am Gesäßmuskel für mehrere Monate aus.

Am Freitag, 25. März 2011, wurde am 23-jährigen Österreicher vom Grazer Unfallchirurgen Dr. Martin Leonhardt in Absprache mit Werder-Clubarzt Dr. Götz Dimanski eine diagnostische Operation vorgenommen, um Gewissheit über Art und Schwere seiner Verletzung zu bekommen, die sich Prödl im Mannschaftstraining der "Grün-Weißen" am Donnerstag, 17. März 2011, zugezogen hatte.

Äußerst seltene Verletzung

Dabei bestätigte sich die Annahme des Werder-Arztes, dass der Nationalspieler an einem Muskeleinriss (links) mit langem Riss an der Muskelsehnenplatte laboriert. Im Zuge der Operation wurde die Muskelhülle unter Verstärkung wieder verschlossen. Notwendig war die Operation deshalb, weil die Muskulatur bereits durch die Muskelhülle hervorgetreten war. Wie der Chirurg diagnostizierte, handelt es sich um eine bisher einmalige Verletzung, mit einer extrem ungewöhnlichen Lokalisation.

Prödl muss sich auf eine langwierige Nachbehandlung einstellen. "Ich muss jetzt die Tatsache akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Es gibt leider keinerlei Erfahrungen mit dieser äußerst seltenen Verletzung, aber ich werde alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder für Werder und die Nationalmannschaft auf dem Platz zu stehen", sagte Sebastian Prödl, der die Klinik in seiner Heimat voraussichtlich am Montag verlassen wird.

Der Werder-Verteidiger steht dabei in engem Kontakt mit der medizinischen Abteilung des SV Werder. "Wir werden alles dafür tun, ihn bei seiner Rückkehr bestmöglich zu unterstützen", erklärte Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski.

Dauerbrenner im Werder-Trikot

"Es tut mir sehr weh, dass ich Werder in der Endphase der Bundesliga nicht helfen kann, aber ich werde bei jedem Spiel mit ganzem Herzen dabei sein und meinen Kollegen die Daumen drücken", blickte der Österreicher nach der Diagnose bereits auf den Saisonendspurt der "Grün-Weißen" voraus.

Sebastian Prödl war bis zu seinem Trainingsunfall einer der Dauerbrenner im Team von Thomas Schaaf. Prödl absolvierte in dieser Saison 35 Pflichtspiele für Werder und musste nur gegen Köln (22. Januar 2011) wegen einer Gelbsperre passen.