Der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 hat einstimmig beschlossen, dass Felix Magath neuer Cheftrainer und Manager in Personalunion und zugleich auch Vorstandsmitglied des FC Schalke 04 wird.

Der 55-Jährige erhält einen Vier-Jahres-Vertrag ohne jede Einschränkungen bis zum 30. Juni 2013.

"Ich bin froh und stolz, dass wir ihn gewinnen konnten. Er ist die erstklassige Lösung, die ich angekündigt hatte. Ich glaube, wir haben eine gute Zukunft", sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies.

Magath erklärt Abschied aus Wolfsburg

Magath erklärte kurz zuvor seinen Abschied zum Saisonende aus Wolfsburg. "Ich bin froh, dass die Entscheidung endlich heraus ist, auch wenn ich über die Umstände nicht glücklich bin", sagte der Coach am Mittwochmittag in einer knapp zehnminütigen Erklärung vor Pressevertretern.

"Nach fairen Gesprächen mit dem VfL-Aufsichtsrat haben wir uns schon vor Wochen für die Trennung entschieden. Allerdings bedaure ich, dass der Wechsel zu Schalke, wo ich beim Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies im Wort stehe, so früh publik geworden ist."

Mannschaft am Morgen informiert

Am Morgen hatte der Coach die VfL-Mannschaft über die bevorstehende Trennung informiert. "Ich glaube, es gibt gute Gründe für meine Entscheidung. Aus meiner Sicht sind die Ziele, die ich zu Beginn meines Engagements mit dem VfL-Aufsichtsrat vereinbart habe, erreicht. Es war geplant, die Mannschaft nach oben zu bringen und dort zu halten. Es war für niemanden vorherzusehen, dass uns das innerhalb von nur zwei Jahren gelingt", sagte Magath.

Er beerbt die Schalker Interimstrainer Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck. Tönnies betonte, dass alle drei einen Platz auf Schalke haben, "solange sie wollen".

Der künftige Trainer wolle "intensiv die Jugendarbeit voranbringen" und ein junges Team mit "erfahrenen Spielern ergänzen", sagte Tönnies. Er erwartet keine Wunderdinge von Magath. "Wir gehen nicht davon aus, dass es sofort nach oben geht. Es kann eine Durststrecke geben."

Erfolgstrainer Magath

Für Magath ist Schalke die achte Trainerstation im Profifußball. Vor seinem Amtsantritt beim VfL vor knapp zwei Jahren stand der Ex-Nationalspieler beim Hamburger SV (1995-97), dem 1. FC Nürnberg (1997-98), Werder Bremen (1998-99), Eintracht Frankfurt (1999-2001), dem VfB Stuttgart (2001-04) und dem FC Bayern (2004-07) unter Vertrag.

Mit den Münchnern hatte er 2005 und 2006 jeweils das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewonnen.

In Wolfsburg hatte Magath schon in seinem ersten Jahr mit Platz fünf das beste Saisonergebnis der Vereinsgeschichte erzielt. Vier Spieltage vor Ende der laufenden Spielzeit hat der VfL als Tabellenführer sogar beste Aussichten auf den ersten Meistertitel seiner Geschichte sowie den erstmaligen Einzug in die Champions League.