Zusammenfassung

  • Guido Burgstaller feiert den Schalke-Sieg mit den Fans

  • Beim Sieg gegen Freiburg steuert der Angreifer ein Tor bei

  • Langsam beginnt das Kribbeln vor dem Derby gegen den BVB

Gelsenkirchen - Mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand hat Guido Burgstaller beim Sieg des FC Schalke 04 über den Sport-Club Freiburg nach 73 Minuten alles klar gemacht. Für den Österreicher war es bereits das neunte Saisontor und zur Belohnung gab es für den Angreifer eine echte Premiere: Er durfte nach dem Abpfiff zu den Fans hinauf in die Nordkurve und der feiernden Mannschaft auf dem Rasen von oben per Megaphon einheizen. Über diese Aktion, den Schlüssel zum Sieg und Vorfreude aufs Derby sprach Burgstaller im Anschluss im Interview.

Frage: Guido Burgstaller, nach dem Abpfiff ging es hinauf zu den Fans. Wie hat es sich angefühlt?

Guido Burgstaller: Es war eine Ehre für mich. Es war das erste Mal, dass ich dort oben war, und es hat mir einen Riesenspaß gemacht. Ich fühle mich wirklich pudelwohl auf Schalke.

"Wenn du weißt, du hast jetzt sechs Mal in Folge gewonnen, dann geht alles ein bisschen leichter." Guido Burgstaller über die Schalker Siegesserie

Frage: Aber Ralf Fährmann musste Sie schon ein bisschen anschieben, dass Sie auch wirklich nach oben gehen.

Burgstaller: Ich wusste erst gar nicht, was los war. Aber Ralle hat mir dann erklärt, dass ich da rauf soll. Es war echt cool. Es ist nicht selbstverständlich, dass man direkt mit den Fans in der Kurve so feiern kann. Das hat Spaß gemacht, das könnte ich öfter machen. (lacht) Daran kann man sich schon gewöhnen.

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Guido Burgstaller (l.) nimmt Maß für das 2:0 der Schalker
Guido Burgstaller (l.) nimmt Maß für das 2:0 der Schalker © imago

Frage: Am Ende stand gegen Freiburg ein souveräner Sieg, aber Schalke hat sich lange schwer getan. Wie bewerten Sie die Partie?

Burgstaller: Es war ein echtes Geduldsspiel. Wir haben gewusst, dass Freiburg taktisch hervorragend spielt. Sie haben vor allem in der ersten Halbzeit die Räume, die wir eigentlich bespielen wollten, sehr eng gemacht. Da hat es bei uns nicht gut funktioniert und wir waren nicht zwingend genug. Wir haben dann in der Pause etwas umgestellt und haben danach besser und höher pressen können. Das war dann auch der Schlüssel zum Erfolg.

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Frage: Ist Domenico Tedesco in der Halbzeit in der Kabine laut geworden?

Burgstaller: Nein, überhaupt nicht. Wir haben das Spiel ganz normal analysiert und besprochen, was wir in der zweiten Halbzeit besser machen können. Und die leichten Änderungen waren dann ja wie schon erwähnt auch der Schlüssel zum Erfolg. Es hat dann besser funktioniert. Über 90 Minuten waren wir der verdiente Sieger, weil wir insgesamt mehr Chancen hatten.

Torschützen unter sich: Daniel Caligiuri (l.) und Burgstaller führen Schalke zum Sieg
Torschützen unter sich: Daniel Caligiuri (l.) und Burgstaller führen Schalke zum Sieg © imago

Frage: Es war bereits der sechste Sieg in Folge für Schalke 04, womit man den Vereinsrekord eingestellt hat. Wie weit trägt einen so eine Serie auch oder spielt das für die Mannschaft keine große Rolle?

Burgstaller: Na klar haben wir jetzt Selbstvertrauen. Wenn du weißt, du hast jetzt sechs Mal in Folge gewonnen, dann geht alles ein bisschen leichter. Auch wenn wir Spieler dieses Mal in der Halbzeit mit unserer Leistung nicht zufrieden waren, dann hat man doch gesehen, dass wir eine gewisse Ruhe haben und geduldig bleiben. Wir werden trotzdem nicht hektisch, weil wir eben ein gewisses Selbstvertrauen haben. Und das zeichnet uns zurzeit auch ein bisschen aus.

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"Natürlich hast du das Derby immer im Hinterkopf. Aber für uns ist jetzt erst einmal das Spiel in Hamburg sehr wichtig." Guido Burgstaller

Frage: Die Fans haben sich schon auf das Derby eingestimmt. Zum nächsten Heimspiel erwartet der FC Schalke den BVB. Kribbelt’s bei Ihnen auch schon?

Burgstaller: Natürlich hast du das Derby immer im Hinterkopf. Aber für uns ist jetzt erst einmal das Spiel in Hamburg sehr wichtig. Wir wollen auch dort gewinnen, und dafür müssen wir wieder mit viel Leidenschaft Fußball spielen und gut gegen den Ball arbeiten. Das wird ein ekliges Spiel werden, denn die Hamburger spielen quasi um ihr letztes Hemd. Da müssen wir gegenhalten. Und das ist jetzt unser Fokus. Danach können wir uns komplett auf Dortmund und das Derby konzentrieren.

Aus Gelsenkirchen berichtet Dietmar Nolte