Vor der Länderspielpause besiegte man den damaligen Tabellenführer Hertha BSC souverän, in Bochum am letzten Wochenende kämpfte sich das Team von Markus Babbel nach einem Rückstand zurück ins Spiel und nahm doch noch die drei Punkte mit in die Heimat.

"Wir haben verdient gewonnen", analysiert Sportdirektor Horst Heldt. "Allerdings muss unsere Chancenauswertung noch besser werden." Die Bilanz der zweiten Saisonhälfte spricht für sich: Bei bislang sechs Siegen und nur einer Niederlage aus neun Spielen ist der zweite Platz in der Rückrundentabelle hinter dem VfL Wolfsburg der gerechte Lohn für die Schwaben.

Markus Babbel brachte den VfB zurück in die Spur

Dabei drohte der VfB noch im letzten November eine mittelmäßige Saison hinzulegen. Doch seitdem Markus Babbel das Traineramt übernahm, geht es aufwärts bei den Stuttgartern. Seine eigene Motivation und Leidenschaft konnte Teamchef Babbel, der bislang mit einer Sondergenehmigung auf der Trainerbank sitzt, direkt auf die Mannschaft übertragen und seitdem klettern die Schwaben Stück für Stück in der Tabelle.

"Wir wurden für unsere harte Arbeit belohnt. Jetzt müssen wir dranbleiben und dürfen uns das bislang Erreichte nicht leichtfertig kaputt machen", gibt Markus Babbel die Richtung für die letzten Spiele vor.

Starke Offensive

Garanten für den Höhenflug gibt es bei den Stuttgartern mehrere. Neben den 14 Treffern von Torjäger Mario Gomez konnte auch Mittelfeldspieler Sami Khedira in dieser Saison bereits sieben Mal den Ball ins Netz befördern. Als verlängerter Arm von Markus Babbel lenkt Kapitän Thomas Hitzlsperger das Stuttgarter Spiel in die richtige Richtung.

Im Tor spielt Bundesligarückkehrer Jens Lehmann seine ganze Routine aus und gibt der Abwehrreihe um die einzige Konstante Serdar Tasci und den wechselnden Verteidigern großen Rückhalt.

Erfolgsserie fortsetzen

Beim nächsten Heimspiel am Ostersonntag empfängt der VfB Stuttgart mit dem Hamburger SV einen direkten Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze. Die Bilanz der beiden Kontrahenten in den drei Jahren ist mit je drei Siegen ausgeglichen.

Das Hinspiel konnten die Hanseaten noch mit 2:0 für sich entscheiden, sollte dem VfB die Revanche glücken, setzt man sich endgültig im oberen Drittel der Tabelle fest. Wenn die Stuttgarter ihre derzeitige Form im Saisonendspurt beibehalten, könnte sogar noch der zur Champions-League-Qualifikation berechtigende dritte Platz in Reichweite kommen.

Vera Schmidt