München - Kosta Runjaic wird gegen Hertha BSC sein Heimspieldebüt an der Seitenlinie geben. Der neue Coach soll für Aufschwung im Lager der Roten Teufel sorgen und im ersten DFB-Pokalspiel im Fritz-Walter Stadion seit drei Jahren den Einzug ins Achtelfinale schaffen. Hertha war schon vor zwei Jahren Gegner im DFB-Pokal, damals gewannen die Hauptstädter 3:1. Außerdem ist das Duell eine Neuauflage des Topspiels der vergangenen Saison.

In Frankfurt kommt es zwischen dem FSV und Ingolstadt zum zweiten Aufeinandertreffen innerhalb von vier Tagen. Der VfL Bochum reist ebenfalls nach Frankfurt und tritt bei der Eintracht an. Saarbrücken empfängt Paderborn, alle Spiele gibt's (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker).


1. FC Kaiserslautern - Hertha BSC



Für Neu-Coach Kosta Runjaic steht nach erfolgreichem Start mit einem 0:0 bei den bislang ungeschlagenen Kölnern die erste Partie vor heimischem Publikum an. Im Pokal empfangen die Roten Teufel Hertha BSC (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker). Gegen die Berliner kommt es zur Neuauflage des Zweitliga-Topspiels der vergangenen Saison. Runjaic soll die Lauterer wieder zu alter Stärke bringen und ist mit den ersten Entwicklungen durchaus zufrieden. "Wenn wir im Kollektiv zusammenarbeiten, bringen wir auch eine entsprechende Qualität mit. Das konnte man gegen Köln sehen", meint der Coach. Er weiß aber auch: "Hertha ist als Mannschaft sowie individuell gut aufgestellt und brandgefährlich."

Im "Alles-oder-Nichts-Spiel" wollen sich die Lauterer nicht verstecken. Der genesene Kapitän Marc Torrejon wird wieder dabei sein und sieht die Chancen, gegen die Hauptstädter zu bestehen bei 50:50. "Wir haben in der letzten Saison gegen Berlin nicht gewonnen. Aber sie waren nicht haushoch überlegen. Ich denke, dass wir genau die gleiche Chance haben, zu gewinnen." Nur Albert Bunjaku und Florian Riedel (beide Reha) stehen nicht zur Verfügung.

Die Herthaner blicken mit guten Erinnerungen auf die letzte Pokalbegegnung mit dem FCK zurück. Vor knapp zwei Jahren schlugen sie Kaiserslautern und zogen in die nächste Runde ein. Auch in die Begegnung am Mittwochabend gehen die klassenhöheren Berliner als Favorit, auch wenn Trainer Jos Luhukay das nicht ganz so sieht: "Ich glaube, dass wir in dem Spiel nicht der Top-Favorit sind."

Dabei sind aber direkt drei Akteuere des Tabellenzehnten angeschlagen. Rechtsverteidiger Peter Pekarik, Vizekapitän Peer Kluge und Neuzugang Tolga Cigerci laborieren an leichten Fußverletzungen und drohen auszufallen. "Ich muss alle drei im Abschlusstraining genau beobachten”, sagte Trainer Jos Luhukay. Innenverteidiger John Anthony Brooks fällt wegen seiner Ellenbogenverletzung definitiv aus. Auch auf die Langzeitverletzten Alexander Baumjohann (Kreuzbandriss) und Marcel Ndjeng (Knochenmarködem) muss Luhukay verzichten.


Eintracht Frankfurt - VfL Bochum



Eintracht Frankfurt empfängt den VfL Bochum (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker). "Wir wollen das Achtelfinale erreichen", lässt Eintracht-Coach Armin Veh keine Unklarheiten aufkommen, hütet sich aber davor den VfL zu unterschätzen. "Wenn wir den Gegner unterschätzen würden wäre alles zu spät." Die Statistik macht den Frankfurtern Mut, zwei Mal traf man im DFB-Pokal auf den VfL Bochum, beide Male holte man am Ende den Pott.

Von den angeschlagenen Spielern wird gegen Bochum noch keiner in den Kader zurückkehren. Bastian Oczipka fällt mit seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel weiterhin aus. Auch Jan Rosenthal (Wadenverletzung), Alexander Meier (Oberschenkelblessur), Pirmin Schwegler (Innenbandriss im Knie), Sonny Kittel und Marc Stendera (beide Reha) sind noch nicht wieder einsatzbereit.

Im Lager der Bochumer wittert man trotz der Außenseiterrolle die Chance auf einen Einzug in die nächste Runde. "Auch wenn Frankfurt der Favorit ist, wir haben sicherlich eine Chance auf das Weiterkommen. Es ist entscheidend, dass wir unsere Chancen nutzen und es besser machen als gegen Aalen", blickt Bochums Verteidiger Marcel Maltritz auf das Unentschieden in der Liga zurück. Dass die Eintracht durchaus gut in Form ist, "konnte man zuletzt auch in der Europa League sehen, als sie Bordeaux geschlagen haben".

Felix Bastians, Christian Tiffert, Jan Gyamerah, Lukas Sinkiewicz (im Aufbautraining), Heiko Butscher (Fersenprobleme), Florian Jungwirth (Sprunggelenkverletzung) und Selim Gündüz fallen beim Pokalfight in Frankfurt aus.


FSV Frankfurt - FC Ingolstadt



Ebenfalls in Frankfurt steigt die Partie zwischen dem FSV und Ingolstadt (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker). Bereits am Sonntag trafen die beiden Teams in der Liga aufeinander, wo sich die Hessen deutlich mit 4:1 durchsetzten. Jetzt gibt es das schnelle Wiedersehen im DFB-Pokal. FSV-Trainer Benno Möhlmann erwartet aber einen anderen Gegner als vor vier Tagen. "Wir werden in dem Pokalspiel die Situation haben, dass es ein ganz anderer Wettbewerb ist, dass es ein ganz anderes Spiel ist, dass es wahrscheinlich sogar ein ganz anderer Gegner ist, mit einer ganz anderen Einstellung und einer ganz anderen Leistung", wollte er keine Vergleiche zum Liga-Sieg aufkommen lassen.

Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Tim Heubach wird den Frankfurtern fehlen. Marc Heitmeier ist wieder im Training und auch Nils Teixeira kann nach abgelaufener Sperre wieder spielen. "Das erhöht unsere sportlichen Möglichkeiten", freut sich der Coach.

Die Schanzer waren nach dem enttäuschenden Auftritt in Frankfurt direkt vor Ort geblieben. Nach der deutlichen Niederlage weiß Trainer Marco Kurz, dass nun Taten gefordert sind. "Du kannst Spiele grundsätzlich verlieren, aber der Eindruck, den wir hinterlassen haben, ist nicht akzeptabel. Das wollen wir am Mittwoch anders aussehen lassen", forderte er eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft. Im Kader für den Pokalabend sind alle Spieler fit und einsatzbereit. Es fehlen lediglich die Langzeitverletzten Moritz Hartmann, Andre Mijatovic und Malte Metzelder.


1. FC Saarbrücken - SC Paderborn



"Wir wollen hochkonzentriert auftreten. Alle Spieler im Kader müssen hundertprozentig einsatzfähig sein", meint SCP-Coach Andre Breitenreiter vor dem Duell beim Drittligisten (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker). Auch wenn es in der Liga noch nicht optimal läuft (14. Tabellenplatz, zuletzt 2:2 gegen Dresden), sind die Ostwestfalen in Saarbrücken der Favorit. Erst einmal schafften die Paderborner den Einzug in die 3. Runde des DFB-Pokals, das Kunststück wollen sie nun wiederholen.

"Saarbrücken wird ähnlich wie beim Sieg über Werder Bremen mit Mann und Maus versuchen, das Wunder zu schaffen", sagte Breitenreiter. Durch die englischen Wochen kann es durchaus zu Wechseln kommen: "Die Termine liegen sehr dicht beieinander. Außerdem sind viele Positionen hart umkämpft." Sicher ist hingegen, dass Alban Meha den verletzten Rick ten Voorde ersetzen wird. Der Albaner meldete sich nach seiner langen Knieverletzung wieder zurück. Außer ten Voorde wird auch Christian Strohdiek, der noch an seiner Schultereckgelenksprengung laboriert, ausfallen.

Milan Sasic und seine Saarbrückener freuen sich auf den Pokalabend. "Das sind immer ganz besondere Erlebnisse", meint der Coach. Mit dem MSV Duisburg erreichte Sasic 2011 sogar das Pokalfinale, für eine Überraschung will er auch mit dem FCS sorgen: "Wir glauben an unsere Chance. Es wird nicht einfach, aber mit einer kompakten Mannschaftsleistung auch nicht unmöglich." Die Personalsituation sorgt nicht gerade für gute Aussichten. Nach Marc Lerandy und Kevin Maek fallen auch Nils Fischer (Zerrung des Innenbandes) und Andreas Glockner (Faserriss) gegen die Westfalen aus. Dazu fehlen auch Jaron Schäfer und Marcel Ziemer.