Köln - Mit einem Zusammentreffen in Köln haben Bundesliga-Schiedsrichter, Manager der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie Vertreter der DFL Deutsche Fußball Liga und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihre Gespräche beim "Runden Tisch Schiedsrichterfragen" fortgesetzt. Dieser Meinungsaustausch war im vergangenen Juni mit der Zielsetzung begonnen worden, das Verhältnis und die Kommunikation zwischen Referees und Clubvertretern weiter zu verbessern, besonders unter dem Gedanken des Fairplays.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Köln stand dieses Mal das Thema Video- Assistent. Die geplante Umsetzung bei allen Spielen der Bundesliga ab der kommenden Saison 2017/18 im Rahmen der zweijährigen Testphase wurde von allen Teilnehmern durchweg positiv begrüßt.

Im Vergleich zum ersten "Runden Tisch“, an dem mit Friedhelm Funkel (Fortuna Düsseldorf) und Christian Streich (Sport-Club Freiburg) auch zwei Trainer sowie mit Sören Gonther vom FC St. Pauli ein aktiver Profi teilgenommen hatten, war der Teilnehmerkreis in Köln dieses Mal deutlich größer, da die Tagung der Bundesliga-Manager parallel zu den ersten Livetests des Video-Assistenten mit sechs Bundesliga-Schiedsrichtern stattfand.

Der "Runde Tisch Schiedsrichterfragen" war auf Initiative der Schiedsrichterkommission Elite des DFB zustande gekommen. Wie nach der Auftaktveranstaltung wurde auch das zweite Zusammentreffen von den Teilnehmern im Anschluss positiv bewertet. "Alle Seiten sehen diese Art der Verständigung als sehr sinnvoll an, umso mehr, weil die Gespräche nicht nach aktuellen Vorkommnissen stattfinden", sagte Ansgar Schwenken, DFL- und DFB-Präsidiumsmitglied. "Wir sind überzeugt davon, dass er Umgang miteinander durch solche Maßnahmen offener und respektvoller werden kann."

Der für das Schiedsrichterwesen zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann sagte: "Unser Ziel ist es, diesen wichtigen Austausch weiter zu pflegen. Schon jetzt haben sie nach unseren Eindrücken zu einer Verbesserung des Miteinanders aller Beteiligten beigetragen."

Auch Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport des FC Augsburg, begrüßte den "Runden Tisch" und sagte: "Die Veranstaltung war gelungen, ein solcher Austausch ist sehr zu begrüßen. Die dabei geführten Gespräche können hilfreich sein, das Verständnis für die jeweils andere Position wird gefördert. Der Austausch sollte, vielleicht auch in wechselnder Besetzung, in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden."

FIFA-Schiedsrichter Tobias Stieler, der sowohl im Juni als auch jetzt in Köln mitwirkte, sieht in den intensiven Gesprächsrunden mit allen Beteiligten ebenfalls einen großen Mehrwert: "Ein regelmäßiger und offener Austausch zwischen Trainern, Spielern, Vereinsverantwortlichen und uns Schiedsrichtern abseits des Spielgeschehens ist extrem wichtig, um eventuell existierende Vorbehalte oder Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Er trägt zu einem verständnisvolleren Umgang aller Beteiligten bei, gerade auch in der oftmals emotional doch sehr aufgeladenen Stimmung nach Bundesliga-Spielen."