Bayer 04 Leverkusen-Kapitän Simon Rolfes ist am Dienstag (26. Januar) erneut operiert worden.

Der Augsburger Kniespezialist Dr. Ulrich Boenisch beseitigte am Morgen bei dem Nationalspieler einen neu aufgetretenen Knorpelschaden am rechten Knie, nachdem der 28-Jährige gerade erst eine vergleichbare Verletzung erfolgreich auskuriert hatte.

Längere Zwangspause

Rolfes wird mehrere Wochen lang ausfallen. Der Mittelfeldakteur hatte erst zu Beginn der Rückrunde nach fast drei Monaten Pause sein Comeback gegeben.

Bundestrainer Joachim Löw reagierte auf den Ausfall bestürzt. "Das war schon ein Schock für uns, weil Simon zuletzt immer sehr stark gespielt hat, auch bei unserem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel in Russland. Nun müssen wir die Situation abwarten und uns Gedanken machen. In erster Linie ist es aber ganz bitter für ihn", sagte Löw.

"Das ist für uns ein Rückschlag"

Der 49-Jährige schloss trotz der drohenden Personalnot im Mittelfeld eine Rückkehr von Bremens Routinier Torsten Frings kategorisch aus: "Das kommt nicht infrage."

Positiv aus Sicht des Bundestrainers ist, dass die Operation bei Rolfes ohne Komplikationen verlaufen ist.

"Das ist schon mal sehr gut, nun müssen wir den Heilungsverlauf verfolgen. Wir dürfen Simon nicht zu früh abschreiben, aber müssen natürlich auch mit dem Schlimmsten rechnen und über Alternativen nachdenken", sagte Löw und betonte: "Das ist für uns ein Rückschlag, aber wir müssen erstmal abwarten, wie lange er wirklich ausfällt."