München - Es hatte etwas von Hollywood, als Rafael van der Vaart einschwebte. Jeder Fotograf, jeder Kameramann versuchte, "Rafa" am Flughafen einzufangen, nachdem sich der Hamburger SV mit Tottenham Hotspur endlich auf die Ablöse geeinigt hatte. Knapp vier Monate später hat sich die Hoffnung der Fans bestätigt: Van der Vaartnimmt bei den Hanseaten wieder eine Ausnahmestellung ein.

Ein Tor machte er selber, fünf legte er auf - der "Messias" zeigte im geliebten Hamburg auf Anhieb seine Qualitäten und führte den darbenden Club schnell in ruhigeres Fahrwasser. "Van der Vaart ist ein fantastischer Spieler, der beste, mit dem ich je zusammen gespielt habe", sagt Milan Badelj, der dem Superstar im Mittelfeld den Rücken frei hält.

Dem Höhenflug des "kleinen Engels" van der Vaart, der bereits von 2005 bis 2008 das HSV-Trikot getragen hatte, folgten auch schwächere Auftritte. Vier Spiele in Folge blieb "VdV" ohne Scorerpunkt, bis er mit einem Muskelfaserriss für den Rest der Hinrunde ausfiel. Dem Hamburger Aufwärtstrend tat dies keinen Abbruch. "Wichtig ist, dass die Mitspieler sehen, dass es auch mal ohne Rafael geht. Aber wir brauchen ihn dringend zurück", sagt HSV-Trainer Thorsten Fink.

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