Kevin-Prince Boateng: ein rundum gelungener Transfer der Frankfurter Eintracht - © © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Simon Hofmann / Getty Images
Kevin-Prince Boateng: ein rundum gelungener Transfer der Frankfurter Eintracht - © © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Simon Hofmann / Getty Images
Bundesliga

Eintracht Frankfurt: die Rückkehr des Kevin-Prince Boateng - "Winnertyp" mit Ansage

Frankfurt am Main - Als Eintracht Frankfurt im August des letzten Jahres die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng bekanntgab, sorgte das für Begeisterung genauso wie für Zweifel. "Wir sind überzeugt davon, dass er eine wichtige Rolle einnehmen kann. Kevin ist ein Winnertyp mit einem unbändigen Willen", sagte Fredi Bobic, Vorstand Sport, damals selbstbewusst. "Insbesondere die jüngeren Spieler werden von seinem Auftreten profitieren." Mit ihrer Überzeugung sollten die Verantwortlichen der Eintracht Recht behalten.

Video: Owo Meets Kevin-Prince Boateng

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Sichtlich glücklich stand Kevin-Prince Boateng einen Tag nach dem Frankfurter Erfolg im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern auf dem Balkon des Römer, des Rathauses; seine Mannschaft hatte vorher Beeindruckendes geleistet, den ersten Titel seit 30 Jahren in die Mörfelder Landstraße geholt. Boateng sicherte sich vor zehntausenden gekommenen Fans einen Platz in den Fußball-Jahresrückblicken, als er erzählte, dass sein Mitspieler Ante Rebic - der schließliche Doppeltorschütze und damit Mann des Finals - ihn vor der Partie bat: "Bruder, schlag den Ball lang!" Dann habe Boateng den Ball eben lang geschlagen. Interessanter war eigentlich aber das, was der 31-Jährige zuvor sagte. "Wir haben eine Maschine in der Mannschaft", äußerte er über Kollege Rebic, setzte anschließend zu Sprechchören über den Stürmer an. Dabei agierte vor allem Boateng während der Saison maschinenähnlich als Motor der SGE. Sein Rebic-Lob zeigt, dass er sich zu einem Teamspieler sondergleichen entwickelt hat. Als Sommer-Neuzugang zum vielleicht wichtigsten Führungsspieler der Hessen.

Der Unterschiedsmacher

Im zentralen Mittelfeld, als Achter oder Zehner, teilweise auch als Angreifer - und sogar hin und wieder auf der Sechs vor der Abwehr - führte Kevin-Prince Boateng die Eintracht in der Bundesliga auf einen beeindruckenden achten Tabellenplatz. Zugegeben, es war mehr drin: Nach 27 Spieltagen belegten die Frankfurter noch Champions-League-Rang vier, mit acht Punkten Vorsprung auf Platz acht.

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Nach 34 Spieltagen schien der Traum vom internationalen Geschäft allerdings fast geplatzt, hieß der Gegner im Finale des DFB-Pokals doch Bayern. Die SGE ließ das aber kalt, zeigte im wohl schwierigsten Duell der Spielzeit keine Schwäche. Boateng schob seine Mitspieler dabei stets an, überragte in den Zweikämpfen und leitete die ersten beiden Tore ein. Am glorreichen Abschied seines Trainers Niko Kovac, der 2018/19 die Münchner vom Spielfeldrand betreut, hatte der gebürtige Berliner in der Hauptstadt entscheidenden Anteil.

Kampfgeist par excellence

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