Köln - Die Saison 2013/14 lief für den FC Bayern München exzellent. Aber nicht nur der Meister spielte eine gute Runde, auch andere Teams, wie Borussia Dortmund, Schalke 04 oder Bayer Leverkusen überzeugten mit guten Spielen und herausragenden Statistiken.

Die Saison verlief für die gesamte Bundesliga sehr erfolgreich. Durchschnittlich 42.609 Zuschauer strömten in die Stadien, damit war die Bundesliga die zuschauerstärkste Fußball-Liga der Welt. Die Fans sahen neben einer Menge spannender Spiel auch sehr viele Tore. Insgesamt zappelte der Ball 967 Mal im Netz, ein Plus gegenüber dem historischen Durchschnitt von 30 Toren. Dabei haben die Teams auf unterschiedliche Art und Weise zu dieser Zahl beigetragen.

So hat Borussia Dortmund mit 17 Torschützen die meisten treffsicheren Spieler der Liga. Neben den Top-Torjägern Robert Lewandowski (20 Treffer) und Marco Reus (16), stachen besonders die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang (13) und Henrikh Mkhitaryan (9) heraus. Kurios: Sowohl Lewandowski, als auch Reus trafen gegen den VfB Stuttgart dreifach. Lewandowski im Hinspiel , Reus machte beim 3:2 im Rückspiel alle Tore für den BVB.

Die meisten Tore erzielten dennoch die Bayern. 94 Mal klingelte es im gegnerischen Kasten, wenn die Münchner antraten. Dabei stellte der FCB einen neuen Bundesliga-Rekord auf, denn 46 Auswärtstore hat zuvor noch nie ein Team geschossen. Im Gedächtnis bleiben dabei vor allem die Spiele in und in . Damit trugen die Münchner auch zu einem neuen Saisonrekord der Bundesliga bei. 432 Auswärts-Tore gab es 2013/14, so viele wie nie zuvor.

Viele Tore bei Hoffenheims Spielen

Wer torreiche Spiele sehen wollte, war bei Partien mit Hoffenheimer Beteiligung richtig aufgehoben. 142 Tore fielen in den Spielen der TSG – knapp 15 Prozent aller Treffer der Saison. So viele Tore in Spielen eines Clubs gab es in der Bundesliga zum letzten Mal vor 30 Jahren bei Uerdingen und Offenbach. ist eines der torreichen Unentschieden der Mannschaft von Marcus Gisdol. Dazu gab es noch zwei Mal ein 3:3. In den Spielen der TSG fielen im Schnitt 4,18 Tore, in allen Spielen der Liga waren es 3,16.

Eine Torgarantie gab es in den Spielen des VfL Wolfsburg. Keine einzige Partie der Niedersachsen endete torlos. Nach dem achten Spieltag galt diese Garantie sogar allein für den VfL, denn an den darauffolgenden 26 Spieltagen trafen die Wölfe immer. Das ist nicht nur die aktuell längste Serie der Liga, sondern auch Vereinsrekord der Wolfsburger. Und in der neuen Saison kann der VfL diese Serie sogar noch ausbauen.

Die meisten Stürmertore hat indes Bayer Leverkusen erzielt. 35 Mal trafen Stefan Kießling und Co. für die Werkself.  Damit machte die Angriffsreihe 58 Prozent der Bayer-Tore. Ein weiterer Top-Wert der Leverkusener: 73 Prozent ihrer Tore schossen deutsche Spieler.

Sprintende Dortmunder, faire Gladbacher, heimstarke Mainzer

Wenige Gegentore gab es für den 1. FSV Mainz 05 vor heimischem Publikum. Die 05er spielten zu Hause neun Mal zu null – Ligaspitze und neuer Vereinsrekord. Die Saison verlief für die Mainzer insgesamt sehr erfolgreich, mit Platz 7 wurde die Qualifikation fürs internationale Geschäft erreicht.

Sehr interessant ist auch, wie sich die Spielweisen der beiden Teams auf Platz 1 und 2 unterschieden. Während der FC Bayern mit den wenigsten bestrittenen Zweikämpfen der Liga (6.692) das körperlose Spiel bevorzugte, suchte Borussia Dortmund die direkten Duelle. Mit 8.654 Zweikämpfen lag der BVB in dieser Statistik an der Spitze der Liga. Einen weiteren Spitzenplatz belegte Borussia Dortmund bei den absolvierten Sprints. Durchschnittlich zogen die BVB-Spieler 241 Sprints pro Spiel an.

Borussia Mönchengladbach ging als eines der fairsten Teams aus der Saison. Die Fohlen-Elf verursachte die wenigsten Fouls der Liga (352). In der Fairplay-Tabelle nach Karten landeten die Gladbacher auf Rang 3 hinter Dortmund und Bayern. Am 32. Spieltag gelang den Borussen ein außergewöhnlicher Rekord. Beim 1:0-Sieg auf Schalke begingen die Fohlen nur ein einziges Foulspiel.

Youngster setzen neue Rekordmarken

Schalke 04 hat ebenfalls einen neuen Bundesliga-Rekord vorzuweisen. Julian Draxler, Eigengewächs der Königsblauen kam am 33. Spieltag in Freiburg im Alter von 20 Jahren und 225 Tagen als jüngster Spieler der Historie zu seinem 100. Bundesliga-Einsatz. Ein weiterer Youngster, Timo Werner vom VfB Stuttgart, ging ebenfalls in die Bundesliga-Geschichte ein. Werner ist der erste 17-Jährige, dem ein Doppelpack gelang ().

Einen Rekord der besonderen Art stellte der FC Bayern München in den ersten 28 Spieltagen auf. Die Bayern mussten bis zum Spiel gegen Augsburg am 29. Spieltag keine Niederlage hinnehmen. Das war noch nie zuvor einem Club gelungen. Das spielte dann aber ohnehin keine Rolle mehr, denn der Meistertitel der Bayern stand bereits am 27. Spieltag fest – so früh wie noch nie zuvor.

Diese Zahlen und Statistiken machen Lust auf die kommende Spielzeit. Die Vorfreude auf eine Saison der Superlative wächst.

Sebastian Stenzel