Am gestrigen Dienstag absolvierte Hannovers Jan Rosenthal sein erstes Mannschaftstraining nach langer Verletzungspause - und das ohne Probleme.

Der 22-Jährige könnte bereits beim Sonntagsspiel gegen den VfL Wolfsburg wieder im Kader stehen. Jan Schlaudraff, Mario Eggimann und Steven Cherundolo mussten dagegen Trainingspausen einlegen.

"Es hat gut geklappt"

Hochmotiviert betrat Rosenthal am Dienstag als erster 96-Profi den Trainingsplatz und hatte in den folgenden 90 Minuten sichtlich Spaß daran, endlich wieder gegen das Leder zu treten.

Kein Wunder: "Rosi" hatte die letzten sechs Wochen in einer Spezialklinik in Donaustauf verbracht, um seinen erneuten Muskelfaserriss auszukurieren - mit Erfolg. Kurze Antritte, Bremsbewegungen, schnelle Richtungswechsel, sowie Torschüsse stellten für den 22-Jährigen kein Hindernis mehr dar.

"Das war der Härtetest. Das ist nochmal was anderes als in der Reha, aber der Muskel hält das aus. Es hat gut geklappt", resümierte Rosenthal nach der Einheit. Auch auf 96-Trainer Dieter Hecking machte "Rosis" Rückkehr einen "guten Eindruck". "Wir sehen mal was mit Sonntag ist", ließ er Rosenthals Einsatzchancen dennoch offen.

Trio legt Pause ein

Leider durften sich am Dienstag nicht alle Hecking-Schützlinge bester Gesundheit erfreuen. Zum einen legte ein grippaler Infekt den Schweizer Nationalspieler Mario Eggimann lahm, zum anderen ließ ein Bluterguss an Steven Cherundolos Bein keine Trainingsaktivität des Amerikaners zu. Der Rechtsverteidiger wird laut Dieter Hecking aber "spätestens Freitag" wieder voll mittrainieren können.

Jan Schlaudraff musste wegen Problemen in der Bauchmuskulatur pausieren - eine genaue Diagnose steht aber noch aus.

Enke wieder "zweihändig"

Dieses Gefühl hatte er vermisst: Einen Ball mit zwei gipsfreien Händen zu fangen. Diese Sehnsucht hat für Robert Enke aber nun endlich ein Ende: Am Dienstag absolvierte der 96-Kapitän zusammen mit Konditionstrainer Edward Kowalczuk leichte Fang- und Fitnessübungen - und ging damit den nächsten Schritt in seinem langen aber erfolgreichen Genesungsprozess.

Das Bundesliga-Comeback von Robert Enke ist aber erst für die Rückrunde geplant.