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Rookie des Monats Oktober: Gvardiol, Scally oder Szoboszlai?

Die Bundesliga zeichnet auch in der Saison 2021/22 die besten Nachwuchsstars mit dem Rookie of the Month Award powered by AWS aus. Im Oktober sind für die Auszeichnung, präsentiert vom Technology Provider der Bundesliga, das Leipziger Duo Josko Gvardiol und Dominik Szoboszlai sowie der Gladbacher Joe Scally nominiert.

Für Josko Gvardiol (RB Leipzig) abstimmen!

Wenn man ihn auf dem Platz so agieren sieht, vergisst man bisweilen, dass Josko Gvardiol erst 19 Jahre alt ist. Für einen Teenager wirkt der Defensiv-Spezialist von RB Leipzig schon unglaublich solide und abgebrüht. Der Kroate hat sich in seiner ersten Bundesliga-Saison schnell an das höhere Tempo in Deutschland gewöhnt und gehört seit dem 2. Spieltag zur Stammelf von Trainer Jesse Marsch. Christopher Vivell, Technischer Direktor und Kaderplaner bei Leipzig geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn er sagt: "Er hat das Potenzial, zu den Top-5-Innenverteidigern in Europa zu gehören."

"Er hat das Potenzial hat, zu den Top-5-Innenverteidigern in Europa zu gehören" (Christopher Vivell, Technischer Direktor RB Leipzig)

Hierfür bringt Gvardiol zweifelsohne alle nötigen Attribute mit, wenngleich der vielseitige Verteidiger nicht auf die Innenverteidiger-Position festgelegt ist. Bei Leipzig spielt er zumeist als linkes Glied der Dreier-Abwehrkette oder als Linksverteidiger. Im Monat Oktober waren es einmal mehr die kompromisslose Zweikampfführung (er gewann 53 Prozent seiner Duelle), seine hohe Aktivität (pro Spiel durchschnittlich 74 Ballbesitzphasen), seine gute Passquote (82 Prozent der Zuspiele kommen beim Mitspieler an) und sein enormes Tempo (33,5 km/h), was ihn auszeichnete. Zusätzlich setzte er aber auch vermehrt in der Offensive Akzente. So kam er auf vier Torschussbeteiligungen, wovon eine im Spiel gegen Bochum zu seinem ersten Assist in der Bundesliga führte. Mit welcher Konstanz Gvardiol unterwegs ist, zeigt nicht nur, dass er im Oktober in allen vier Bundesliga-Spielen in der Startelf stand, sondern auch, dass er bereits zum zweiten Mal in Folge für den Rookie des Monats nominiert ist.

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Für Joe Scally (Borussia Mönchengladbach) abstimmen!

Es ist sicher eine dieser Personalien, die nur ganz wenige Experten vor dieser Saison auf der Rechnung hatten, schließlich kam Joe Scally in seinem ersten halben Jahr für Borussia Mönchengladbach nicht zum Einsatz. In den ersten zwölf Pflichtspielen dieser Saison war der US-Amerikaner dann aber immer in der Startelf zu finden. Von allen Feldspielern sammelte bis dato einzig Dauerbrenner Nico Elvedi mehr Minuten. Von dieser Entwicklung sind selbst die handelnden Personen bei den "Fohlen" ein wenig überrascht. "Im Januar kam er mit seinen achtzehneinhalb Jahren aus den USA, hat dann bei der U23 gespielt und sich ein bisschen an Deutschland gewöhnt und jetzt spielt er unfassbar gut. Er ist wirklich bisher der Gewinner der Saison bei uns", schwärmte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl über seinen Transfercoup.

"Er ist wirklich bisher der Gewinner der Saison bei uns" (Max Eberl, Sportdirektor Borussia Mönchengladbach)

Dabei profitierte Scally zunächst von verletzungsbedingten Ausfällen seiner Kollegen, sprang erst als Linksverteidiger für Ramy Bensebaini ein, später als Rechtsverteidiger für Stefan Lainer. Aber auch als rechter Schienenspieler im Mittelfeld gab Scally zuletzt eine mehr als gute Figur ab. Denn der 18-Jährige verbindet solides Defensiv-Verhalten mit viel Drang nach vorne. Im Oktober konnte er seine Zweikampfquote auf 57 Prozent steigern. Ein sehr guter Wert für einen Außenverteidiger. Und in der Offensive feierte er gleich zwei Premieren: Am 7. Spieltag erzielte er mit einem herrlichen Sololauf gegen Wolfsburg sein erstes Bundesliga-Tor und am 10. Spieltag gegen Bochum lieferte er mit einer Flanke auf Alassane Plea seine erste Torvorlage. Zwei seiner neun direkten Torschussbeteiligungen führten also zu Toren. Und ganz nebenbei war Scally auch noch einer der herausragenden Akteure beim historischen 5:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München. Keine Frage: Wenn er dieses Niveau hält, wird es für die etablierten Kräfte schwer, den Teenager wieder aus der Stammelf zu verdrängen.

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Für Dominik Szoboszlai (RB Leipzig) abstimmen!

Dominik Szoboszlai könnte den Titel zum Rookie des Monats als erster Spieler dieser Saison zum zweiten Mal gewinnen, denn schon im August sicherte sich der Offensiv-Spieler von RB Leipzig die Trophäe, nachdem er am 2. Spieltag mit einem Doppelpack geglänzt hatte. Weil die Konkurrenzsituation im offensiven Mittelfeld bei RB Leipzig mit Spielern wie Christopher Nkunku, Emil Forsberg und Dani Olmo aber dermaßen groß ist, musste der Ungar, der im Oktober seinen 21. Geburtstag feierte, am 6. und 7. Spieltag gar auf der Bank Platz nehmen. Doch mit seinen jüngsten Leistungen macht er die Entscheidung, ihn nicht von Anfang an zu bringen, für seinen Trainer extrem schwer.

"Schießen kann ich jetzt nicht so schlecht.“ (Dominik Szoboszlai über seine größte Waffe)

Im Oktober erzielt er in den Begegnungen gegen Bochum und Fürth einen Treffer und gab zwei Torvorlagen, zudem entscheid er die DFB-Pokalpartie gegen Babelsberg mit dem goldenen Tor. Mit nunmehr sechs direkten Torbeteiligungen nach zehn Spieltagen, gleichmäßig verteilt auf drei Treffer und drei Assists ist er zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit Christopher Nkunku sogar der Leipziger Top-Scorer. Ein Resultat seiner außergewöhnlichen Schusstechnik? "Schießen kann ich jetzt nicht so schlecht“, sagte Szoboszlai, angesprochen auf seine größte Stärke. Doch ihn alleine darauf zu reduzieren, würde diesem tollen Fußballer nicht gerecht werden. Neben seinen technischen Fähigkeiten kommt Szoboszlai in diesem Monat auf eine Passquote von 87 Prozent, die sonst eigentlich ausschließlich Innenverteidiger oder Sechser liefern. Und auch im Spiel gegen den Ball hat er sich in den vergangenen Wochen weiterentwickelt und seine Zweikampfwerte sowohl in Quantität (26 Duelle pro 90 Minuten) als auch in Qualität (50 Prozent Erfolgsquote) verbessern können.

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