Köln - Wenn es in der Bundesliga einen Spieler gibt, der die Dominanz von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi bei der Weltfußballer-Wahl brechen kann, dann ist es Angreifer Robert Lewandowski vom FC Bayern München. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft trifft seit Jahren in beeindruckender Manier für den FCB, aber er überzeugt nicht nur als Torjäger.

Die Statistiken sprechen für sich. Seine Debüt-Saison in der Bundesliga 2010/11 war mit acht Toren die Ausnahme von der Regel, seitdem trifft er jedes Jahr zweistellig. 22, 24, 20, 17, 30, 30 - diese Zahlen können sich sehen lassen. Auch die aktuelle Spielzeit hat Lewandowski, der am Montag 29 Jahre alt wird, gleich wieder mit einem Treffer eröffnet. Im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen verwandelte er den Elfmeter zum 3:0 sicher. (>>> Alle Infos zu #FCBB04 im Matchcenter)

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Lewandowskis Tore sind manchmal simpel, manchmal spektakulär. Er trifft mit beiden Füßen, nach tollen Kombinationen oder auch nach Einzelaktionen. In der Bundesliga erzielte er 35 Doppelpacks, fünf Hattricks und einen historischen Fünferpack nach Einwechslung gegen den VfL Wolfsburg. Von 15 Elfmetern verschoss er nur einen einzigen. Neuerdings trifft Bayerns Nummer 9 auch per Freistoß. In insgesamt 227 Bundesliga-Spielen gelangen ihm 151 Treffer.

Doch Lewandowski ist kein eigensinniger Spieler. Kein anderer Angreifer in der Bundesliga kommt auch nur in die Nähe seiner beeindruckenden 54 Torvorlagen. Perfekte Ablagen und genaue Pässe, wie sie sonst nur Top-Mittelfeldspieler spielen können, gehören ebenfalls zum Repertoire des Angreifers.

Video: Alle 30 Lewy-Tore der Vorsaison

Lewandowskis außergewöhnliche Statistiken sind das Produkt einer großen Hingabe zu seinem Beruf. Sein ehemaliger BVB-Mannschaftskollege Nuri Sahin verpasste ihn den Spitznamen "The Body". Lewandowski hat den Körper eines Fitness-Models, er verbindet Agilität mit purer Kraft. Der Beweis für seine herausragende Verfassung: In sieben Bundesliga-Spielzeiten verpasste er nur elf Partien.

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Erfolgreich, selbstlos, absolut fit - Lewandowski ist das Paradebeispiel eines kompletten Stürmers. Der Pole stand zwar noch nicht unter den Top 3 bei der Wahl zum Weltfußballer, aber 2017/18 könnte sein Jahr werden. Dass er die Auszeichnung verdient hätte, steht außer Frage.